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Koller-Auktion : Hohe Wogen

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Vom 31. März bis 1. April locken die Frühjahrsauktionen mit alter und neuer Kunst und Autographen bei Koller in Zürich. Eine Vorschau

          Tosend brechen die Wellen über den Klippen am Ufer, das Meer scheint das kleine Segelboot verschlucken zu wollen, unter dem orange leuchtenden Feuerball am Himmel. Das Ölgemälde „Stürmische See im Abendrot“ schuf der russische Marinemaler Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski 1896. Am 31. März kommt das Bild – erst kürzlich in einer europäischen Privatsammlung wiederentdeckt – bei Koller in Zürich mit einer Taxe von 380 000 bis 550 000 Franken unter den Hammer. Zwei kleinere Seestücke Aiwasowskis, eines mit stürmischem Wasser und Segelboot, eines mit ruhigem Seegang und Zweimaster, werden außerdem angeboten (Taxe je 12 000/18 000 Franken). Sein Landsmann Iwan Fedorowitsch Choultsé ist mit einer Schneelandschaft „Scène d’hiver dans les Alpes“ von 1923 und einer lichtdurchfluteten Bergwiese „Soir doré (Pays Basque)“ vertreten (70 000/90 000 und 60 000/80 000). Insgesamt umfasst die Auktion mit Gemälden des 19. Jahrhunderts 73 Lose.

          Ebenfalls am 31. März ist das Spitzenlos bei den 84 Positionen der Alten Kunst zugleich das teuerste der Frühjahrsofferte, Balthasar van der Asts „Großes Stillleben mit Früchten auf einem Delfter Keramikteller, Muscheln, Insekten, Blumen in einer Wanli-Vase und zwei Papageien“, entstanden um 1620. Die Schätzung liegt bei 850 000 bis 1,2 Millionen Franken. Georg Flegels wohl in Zusammenarbeit mit Marten van Valkenborch um 1610/15 entstandenes „Großes Stillleben mit einem Paar in einem Interieur“ (300 000/500 000) befand sich einst in der Sammlung vom schwedischen Botschafter und Kunstmäzen Carl Gustaf Tessin. Von Giorgio Vasari stammen zwei Holztafeln, die Porträts der Herätiker Arius und Sabellius und des Philosophen Averroes. Sie waren ursprünglich Teile einer halbrunden Kartusche in der Kapelle des heiligen Michael im Apostolischen Palast im Vatikan (zusammen 30 000/40 000 Franken). Auf einem kleinen Ölbild auf Kupfer von Jan Brueghel d. J. und Hendrick van Balen d. Ä. ruhen sich Diana und ihre Nymphen auf einer Waldlichtung aus, von Satyrn beobachtet (40 000/60 000).

          Bei den Autographen am 1. April sticht das sechsseitige Musikmanuskript von Felix Mendelssohn-Bartholdy hervor: zwei Arien und ein Rezitativ zur Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach, die der 21 Jahre alte Mendelssohn im Frühjahr 1830 als Übung für Agnes Schubring, die Schwester seines Freundes Julius Schubring, notierte (120 000/160 000).

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