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Giambolognas „Mars“ : Versteigerung wurde abgewendet

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Der Konzern Bayer zieht die berühmte Mars-Statuette von der Auktion bei Sotheby’s zurück. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden konnten sie mit breiter Unterstützung erwerben.

          Die Versteigerung der berühmten Mars-Statuette des Renaissancekünstlers Giambologna wurde verhindert. Der Bayer Konzern, der sie 1988 als Schenkung erhielt, hatte ursprünglich geplant, die Bronzefigur am 4. Juli bei Sotheby’s in London unter den Hammer zu bringen. Stattdessen hat sich der Leverkusener Konzern dazu entschieden, das Kunstwerk doch direkt an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresdens (SKD) zu verkaufen.

          Finanziell unterstützt wurde der Kauf durch den Freistaat Sachsen, die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Kulturstiftung der Länder und die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, die eine Millionen Euro bereitstellte. Marion Ackermann, Generaldirektorin der SKD, zeigt sich glücklich, dass die Auktion verhindert wurde und der Mars wieder in Dresden ausgestellt werden kann: „Er kehrt damit zurück an den Ort, wo er hingehört.“

          Auch von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) ist Zufriedenheit zu entnehmen. Sie zeigt sich erleichtert, dass sich der Konzern Bayer seiner gesellschaftlichen Verantwortung gestellt habe – wenn auch spät. Im Zuge der Auktionsdebatte stieß der Pharmakonzern auf Widerstand. Mit der Versteigerung des Mars wäre ein national wertvolles Kulturgut außer Landes geschafft worden.

          „Wir respektieren die großen Bemühungen der Staatlichen Kunstsammlungen, die Skulptur für ihre Sammlung erhalten zu wollen“, sagte Thomas Helfrich, Leiter der Kulturabteilung bei Bayer, einer Pressemitteilung des Konzerns gemäß. „Gleichzeitig freuen wir uns, den Verkaufserlös wie geplant in junge und zeitgenössische Kunst zu reinvestieren und so die Sammlung Bayer gezielt weiterzuentwickeln.“

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