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: Entlassungen und Schließungen

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Von New York bis Berlin: Angesichts der wirtschaftlichen Lage handeln jetzt auch die Galerien. Manche verkleinern ihre Belegschaft, andere geben auf und schließen.

          Nicht nur die Auktionshäuser reagieren auf die Wirtschaftskrise mit Personalabbau, auch viele Galerien sind schmerzlich betroffen. Schon im November hat die New Yorker Galerie Pace Wildenstein, zu deren Künstlern Sol LeWitt und Tara Donovan gehören und die zwei Filialen in Chelsea und das Stammhaus in Midtown unterhält, achtzehn von insgesamt 146 Angestellten entlassen.

          Der Galerist Matthew Marks, der Künstler wie Brice Marden und Andreas Gursky vertritt, kündigte vier seiner 24 Mitarbeiter. Die New Yorker Dependance der Pariser Galerie von Yvon Lambert hat sich von drei Mitarbeitern getrennt. Die Richard Gray Gallery, die in Chicago und New York unter anderen mit Warhol, de Kooning und Anselm Kiefer handelt, blieb von Entlassungen ebensowenig verschont wie Andrea Rosen in New York. Manche Galerien für junge zeitgenössische Kunst, wie "31 Grand" auf New Yorks Lower East Side oder "Roebling Hall" in Chelsea, haben gleich ganz geschlossen, auch "Cohan and Leslie" scheinen davon betroffen zu sein. Auf der Lower East Side machten die zwei jungen Trendsetterinnen Mirabelle Marden und Melissa Bent in ihrer Galerie "Rivington Arms" Künstler wie Dash Snow bekannt; sie schließen im Januar, jedoch, so heißt es, nicht aus wirtschaftlichen Gründen.

          Veränderungen in Europa

          Die New Yorker Galerie Goff & Rosenthal hat ihre Berliner Dependance geschlossen, kündigte aber an, im September 2009 an anderer Stelle in Berlin weiterzumachen. Am 20. Januar schließt auch die "Filiale" auf der Brunnenstraße, eine Kooperation der Galerien Conrads aus Düsseldorf und Römerapotheke aus Zürich; Philippe Rey von der Römerapotheke sucht neue Räume in der Umgebung. Außerdem hat Friedrich Loock die Galerie "Wohnmaschine" in der Tucholskystraße geschlossen; aber er führt jetzt die Galerie Friedrich Loock und die Wohnmaschine in der Halle am Wasser hinter dem Hamburger Bahnhof weiter.

          Aus Genf heißt es, der umstrittene Schweizer Kunsthändler Pierre Huber gönne sich ein Jahr Auszeit und werde das Programm seiner Galerie in Genf so lange aussetzen. David Zwirner, der rund fünfzig Mitarbeiter in seinen New Yorker Galerien in Chelsea und auf der Upper East Side beschäftigt, sagt, er habe bisher noch in keinem Monat Geld verloren; er musste aufgrund der Rezession bisher noch niemanden entlassen: "Doch die nächsten sechs Monate werden für den Kunstmarkt die schwierigsten sein. Die Spreu wird sich vom Weizen trennen."

          Quelle: F.A.Z.

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