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Aus dem Kunstmarkt Aktuelle Meldungen

„Heidelberg mit einem Regenbogen“

 Joseph Mallord William Turners prächtiges Aquarell, wird am 31. Januar in der Auktion mit Altmeistergemälden und -skulpturen bei Sotheby’s in New York  versteigert. Der Schätzpreis für das 1840 vom Kupferstecher Thomas Prior bei Turner in Auftrag gegebene Motiv liegt bei vier bis sechs Millionen Dollar. Die exquisite Qualität des Blattes machte es 2001 zum ersten Aquarell des Künstlers, das bei einer Londoner Sotheby’s-Auktion mehr als eine Million Pfund – und damit einen Weltrekordpreis – erzielte. F.A.Z.

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 © Sotheby’s Vergrößern Nicht schön, aber erfolgreich: Prototyp der Magnetstreifen-Kreditkarte

Historisches „Plastikgeld“

Auch so etwas hat sich über die Zeitläufte – inzwischen gut ein Vierteljahrhundert – gerettet: einer der zwei Prototypen der ersten Kreditkarte mit einem Magnetstreifen (der andere befindet sich im Computer History Museum in Mountain View in Kalifornien). Ein Team von IBM hat das Pappkärtchen mit Magnetband um 1960 erfunden: Man suchte nach einer Möglichkeit, die Karten von Diner’s Club, American Express und Visa mit einem kompatiblen Datenspeicher zu versehen, nicht zuletzt um die Verkäufe von Computern zu steigern.

Das war die Geburtsstunde des „Plastikgelds“, sein Einsatz zählt inzwischen weltweit nach Billionen von Transaktionen. Geschätzt auf 10.000 bis 20.000 Dollar, kam die 8,5 mal 5,4 Zentimeter kleine Ur-Karte auf 23.750 Dollar. Eigentlich ziemlich günstig für einen solchen Geistesblitz.

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 © dapd Vergrößern Sams Instrument: das Klavier aus dem Film „Casablanca“ von 1942, für 602.500 Dollar (Taxe 800.000/1,2 Millionen Dollar)

Sams Klavier versteigert

In „Casablanca“, dem filmischen Rührstück aus dem Jahr 1942, dem kaum jemand entkommt, gibt es zwei Klaviere: Eines stand in „Rick’s Café Américain“ eben in Casablanca und steht heute im Warner Bros. Museum in Burbank. Das andere stand in der Bar „La Belle Aurore“ in Paris, wo Sam zum ersten Mal für Ilsa und Rick „As Time Goes By“ spielt.

Dieses Piano ist bei Sotheby’s in New York versteigert worden. Sein Vorbesitzer hatte 1988 auch schon 154.000 Dollar dafür bezahlt. Jetzt kostete es 602.500 Dollar; die Erwartung hatte freilich bei 800.000 bis 1,2 Millionen Dollar gelegen. Dafür muss es wohl noch ein bisschen mehr Patina ansetzen. rmg

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 © Pablo Mesegar/IFEMA Vergrößern Auch sie sollen zur nächsten Ausgabe der Arco zurückkehren: Besucher der Kunstmesse im Jahr 2012

Mehr Sammler für Madrids Arco

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, damit die 32. Internationale Messe Zeitgenössischer Kunst in Madrid, die Arco, vom 13. bis zum 17. Februar Sammlern, Museumsleuten und Kunstfreunden die Hallen öffnen kann. Im Hauptprogramm zeigen 147 Galerien neueste Strömungen und Klassische Moderne; hinzu kommen allerdings noch viele Galerien in den Sonderprogrammen: Insgesamt wird mit 202 Ausstellern aus dreißig Ländern gerechnet, das wären nur dreizehn weniger als 2012. Und eingeladen werden diesmal bedeutend mehr internationale Sammler.

Im Hauptprogramm hat sich die Hervorhebung eines einzelnen Künstlers durch die Galeristen bewährt, bei den Sondersektionen stellt „Opening“ wieder 22 Galerien vor, die seit weniger als sieben Jahren auf dem Markt sind und besonders frische und junge Kunst mitbringen; mit dabei sind vier Berliner und eine Kölner Galerie. „Focus Türkei“ stellt zehn Galerien aus Istanbul vor, „Solo Projects: Focus Lateinamerika“ 23 auf lateinamerikanische Künstler spezialisierte Galerien aus aller Welt. Zu diesen gehören WienLukatsch aus Berlin und Nusser& Baumgart aus München. Nach den siebzig spanischen Galerien im Hauptprogramm kommt die zweitgrößte Gruppe mit 21 Ausstellern ohnehin wieder aus Deutschland.

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