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Murano bei Quittenbaum : Kugelschliff

  • -Aktualisiert am

Favoritenrolle erfüllt: Eine lichtgraue Vase mit feinen Kugelschliffen wurde erwartungsgemäß zum Spitzenlos der Glas-Auktion bei Quittenbaum. Barovier, die älteste Glasmacherfamilie der Welt, hatte in München auf ganzer Linie Erfolg.

          Sie war eine Favoritin in der Spezialauktion mit Murano-Glas bei Quittenbaum: eine zehnseitige, lichtgrau getönte „inciso“-Vase, von Carlo Scarpa entworfen. Franz Pelzel, ein berühmter Glasgraveur, der seine Kunst aus Böhmen auf die Insel mitbrachte, hat ihr zahlreiche Kugelschliffe gegeben.

          Vor allem aber weil es ein Einzelstück ist, verdreifachte das um 1940 gefertigte Stück seine Taxe von 20.000 bis 24.000 auf 60.000 Euro. Weit oberhalb ihrer Schätzungen landeten auch Schöpfungen der Familie Barovier, die für sich in Anspruch nimmt, die älteste Glasmacherfamilie der Welt zu sein.

          Giuseppe Baroviers Vase mit Rosen-Murrinen, um 1914, kletterte von 6000 auf 16.000 Euro, und Ercoles attraktives Vasen-Dekor „vetro mosaico“ in Kobaltblau und Gelb verführte einen Bieter zu 25.000 Euro (Taxe 8000/10.000).

          Rund vierzig Jahre später ging der unermüdliche Ercole Barovier 1962 noch immer mit der Mode: In die kleine Öffnung seiner Kegelvase mit bräunlich-weißlichen „dorico“-Murrinen passen vielleicht gerade mal drei Nelken, wie man sie damals großen Sträußen vorzog. Doch der Käufer, der jetzt 20.000 Euro (13.000/14.000) bewilligte, dürfte seinen kostbaren Kauf wohl lieber in die Vitrine stellen.

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