Home
http://www.faz.net/-gz2-x8ab
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kunst und Antiquitäten Dunkle Luft über Worpswede

10.04.2008 ·  Kunst und Antiquitäten locken bei dem Auktionshaus Bolland & Marotz in Bremen. Schon ein feines Tischchen aus Meissener Porzellan verspricht eine lohnende Reise - unser Vorbericht.

Von Vita von Wedel
Artikel Bilder (1) Bildergalerie Lesermeinungen (0)

Das 19. Jahrhundert sparte auch in seiner Möbeldekoration nicht an Vergoldung, Bemalung und plastischem Schmuck, wie am 12. April bei Bolland & Marotz in Bremen zu sehen ist: Ein Ziertisch ganz aus Meissener Porzellan, ein Gueridon aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, farbig gefasst, mit ganzen Sträußen plastischer Blumen, ist auf 13.500 Euro geschätzt. Die Auktion wartet gleich mit drei Modersohn-Gemälden auf, darunter die Landschaft „Worpsweder Kirche - Dunkle Luft“ von 1936, die der Maler offenbar in späteren Jahren seiner Haushälterin als Entlohnung übergab (Taxe 10.000 Euro).

Dieselbe Kirche hatte Hans am Ende schon 1898 hinter einem „Kornfeld“ hervorlugen lassen, die auch für 20.000 Euro auf höchstes Interesse stoßen wird. Die Gruppe der Altmeister wird von Philips Wouwerman Gemälde „Landschaft mit rastendem Reiter und Schafhirten“ für 10.000 Euro angeführt, das Hofstede de Groot als Paradebeispiel für Wouwermanns kenntnisreiche Pferdedarstellungen bezeichnet. Ernst Koerner, der von allen drei deutschen Kaisern gesammelt wurde, ist mit seinem einst auf der Großen Berliner Kunstausstellung gezeigten Werk „Patio della Reina im Alcazar zu Sevilla“ (25.000) vertreten. Erulo Erolis Gemälde „Pancratius“ (22.000) mit originaler Goldrahmung misst stattliche 191 mal 109 Zentimeter. Für das 20. Jahrhundert sei Lovis Corinths etwas dunkler „Kuhstall“ von 1918 genannt, für den die Schätzung auf 17.000 Euro nicht zu hoch erscheint.

Vorschau: Kunst und Antiquitäten bei Bolland und Marotz

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Ab in die eTonne

Von Ursula Scheer

Der „eTown-Index“ rechnet aus, in welcher Stadt Deutschlands es die meisten wirtschaftlichen Internetseiten gibt. Googles System dahinter ist ebenso durchschaubar wie verworren. Mehr