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Gern vom Feinsten Aus dem Goldenen Zeitalter der Eisenbahn

 ·  Was waren das für Zeiten, als etwa René Lalique die Wagons der Internationalen Schlafwagengesellschaft ausstattete. Jetzt werden Erinnerungen daran in Paris versteigert.

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„Save a Day, Sleep on the Way“ verheißt ein Plakat, das einen glücklich schlummernden Reisenden im gestreiften Schlafanzug zeigt. Die undatierte Farblithographie von Jean Don (Taxe 300/500 Euro) ist eines der Souvenirs der Internationalen Schlafwagen-Gesellschaft, die am 27. September bei Christie's in Paris versteigert werden. Die Auktion von knapp 270 Losen aus dem Besitz der Gesellschaft ist eine Huldigung an das „Goldene Zeitalter der Eisenbahn“. Georges Nagelmackers, Sprössling einer belgischen Bankiersfamilie, brachte die Idee des bequemen Nachtreisens aus Amerika mit, wo er 1868 in den Schlafwagen von George Mortimer Pullman reiste. Ein paar Jahre später gründete er die Gesellschaft, die seit 1874 „Compagnie Internationale des Wagons-Lits“ heißt - und 1883 wurde der legendäre „Simplon-Orient-Express“ nach Konstantinopel eröffnet.

Georges Nagelmackers ist auf einem Porträt seines Landsmanns Theo van Rysselberghe aus dem Jahr 1897 präsent (Taxe 50.000/70.000 Euro). Van Rysselberghes Plakatentwürfe in Öl auf Leinwand sind die teuersten Lose: Der „Ostende-Trieste ,Caire' Express“ oder der „Nord-Sud Brenner Express“ versprechen ungetrübte Sommerfrische jenseits der Alpen (je 80.000/120.000). Für die Verbindungen nach Nord- und Osteuropa, „Etoile du Nord“ und „Nord-Express“, bediente sich der unter dem Namen Cassandre zeichnende Adolphe Mouron 1927 eines streng konstruktivistischen Stils (4000/6000 und 8000/12.000).

Als Nagelmackers später den Pullman- Salon-Wagen einführte, erlebte diese Form des Reisens ihren Höhepunkt. Künstler wie René Lalique wurden mit der Ausstattung der Wagen und Abteile beauftragt: Das Modell im Maßstab eins zu eins für einen mahagonivertäfelten Salonwagen mit intarsierten floralen Motiven von Lalique wird mit 40.000 bis 60.000 Euro beziffert, ebenso wie Laliques Pressglas-Tafeln mit „Figuren und Trauben“ für den „Côte d'Azur-Pullman-Express“. Für kleinere Budgets gibt es Teile des lavendelblauen Fayence-Geschirrs mit dem blauen Monogramm „WL“ (Lose von 300/500 bis 2000/3000). Seit 2007 fahren in Frankreich keine Nachtzüge mehr, sie sind dem Hochgeschwindigkeitszug TGV gewichen: Save a day, Work on the Way!

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