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Die Vorberichte : Die Kunst von Saint Laurent und Bergé

Die unvergleichliche Kollektion von Yves Saint Laurent und Pierre Bergé war niemals für die Öffentlichkeit zugänglich. Ihre Qualität aber setzt Maßstäbe - hier die Hintergründe zur Vorbesichtigung und Versteigerung.

          Superlative sind wohlfeil, gern verschwendet in der Welt des Luxus und der Moden, der Künste und ihres Gefolges. Ganz selten kommt es vor, dass ein wahrer Superlativ erscheint, ein so phänomenales Ereignis, das nicht zu überbieten sein wird – schon wegen seiner Einzigartigkeit nicht, und dieses schon, ehe es überhaupt passiert ist. Ein solch erstaunliches Geschehnis wird die Versteigerung der Kunstsammlung von Yves Saint Laurent und Pierre Bergé darstellen, die Christie’s in Paris veranstaltet, gemeinsam mit dem französischen Auktionshaus, dessen Miteigentümer Bergé ist.

          Rose-Maria Gropp

          Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.

          Wirklich vollzieht sich das eigentlich Großartige schon jetzt: Es ist der Blick auf die unerhörte Kollektion des im vergangenen Jahr gestorbenen Modeschöpfers und seines einstigen Lebensgefährten, lebenslangen Freundes und Geschäftspartners. Sie war niemals für die Öffentlichkeit zugänglich, sondern die Kunstwerke waren auf die Wohnungen und Häuser der beiden verteilt; man lebte mit ihnen. Nun sind sie zusammengeführt, mehr als 700 Objekte. Zu besichtigen ist die ganze Herrlichkeit vom 21. bis zum 23. Februar im Pariser Grand Palais.

          Ohne Kompromisse

          Sie wollten von allem Anfang an nur das Außergewöhnliche, das Erlesenste. Saint Laurent und Bergé gingen keine Kompromisse ein, und Vollständigkeit auf einem Gebiet – auch darin liegt der Zauber dieser Sammlung – war nie eine Leidenschaft für diese ungewöhnlichen Jäger des Unvergleichlichen. In einem Interview sagt Pierre Bergé, nicht vom Gefühl bestimmt, sondern unter dem Vorzeichen der Bewunderung hätten Saint Laurent und er gekauft und gesammelt.

          Die Gefühle seien erst später gekommen. Sie müssen unglaublich stark gewesen sein angesichts der Energien, die zwischen den Dingen, allein auf den Fotografien, fließen. Vom 23. bis zum 25. Februar werden sie wieder getrennt, in der spektakulärsten Auktionsserie des Jahres, um an neuen Orten ihre Magie zu entfalten.

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