http://www.faz.net/-gyz-79rzz

Auktionsvorschau: Leo Spik : Lebende Bilder

Geburtstag feiern am preußischen Hof: Zu Ehren seiner Tochter veranstaltete Friedrich Wilhelm III. 1829 ein rauschendes Fest. Neun Lithographien mit Szenen der Festivitäten werden bei Leo Spik in Berlin versteigert.

          Erinnerungen an den „Zauber der Weißen Rose“, Preußens Huldigung an die Zarin Alexandra Fjodorowna, wecken in der Auktion mit Kunst und Antiquitäten bei Leo Spik in Berlin vom 13. bis zum 15. Juni neun Lithographien mit Szenen „Lebender Bilder“, die für zusammen 1200 Euro abrufbar sind: Die Potsdamer Festivitäten vom 13. Juli 1829, die sich in den Dekorationen von Karl Friedrich Schinkel abspielten, setzte der Maler Julius Schoppe druckgraphisch um. In Schoppes Nachlass fanden sich auch Darstellungen Berliner Schauspieler, darunter Ludwig Devrient als König Lear, sowie eine Aquatinta-Radierung, die das Sterbelager Friedrich Wilhelms III. festhält (Taxe 400 Euro).

          Vom Tischbein-Schüler Johann Heinrich Schröder porträtiert wurde Louis Ferdinand, der kunstsinnige, 1806 im Kampf gegen die napoleonischen Truppen gefallene Neffe Friedrichs des Großen (5000). Im Altmeister-Angebot ist ein etwas steifes Blumenstillleben von Mario Nuzzi, genannt Mario de Fiori, mit 14.000 Euro beziffert. Eine „Versuchung des heiligen Antonius“ von David Teniers d. Ä. soll 12.000 Euro bringen.

          Erich Heckels 1940 datiertes Aquarell einer Flachlandschaft mit Mühle ist auf 16.000, ein Mohnfeld des Secessionisten Philipp Franck auf 30.000 Euro geschätzt. Bei den Antiquitäten firmieren ein um 1655/60 gefertigter Deckelhumpen Hans Schollers (6000) oder eine mit dem Meisterzeichen AM ausgestattete Taufkanne aus dem aufgelösten Inventar der Marienkirche in Frankfurt (Oder) (6000). Zwei mit Bernsteinsplittern umkleidete Deckelamphoren verdanken ihre Taxe von 24.000 Euro dem Umgang mit dem Material.

          Quelle: F.A.Z.

          Weitere Themen

          Arm ja, aber wirklich sexy? Video-Seite öffnen

          Berlin : Arm ja, aber wirklich sexy?

          Berlins Werbeslogan wirkt: Zwölf Millionen Touristen kommen jährlich. 40.000 neue Einwohner ziehen jedes Jahr nach Berlin. Obwohl die Stadt 60 Milliarden Euro Schulden hat und die Gehälter niedrig sind. Was zieht die Menschen an?

          Topmeldungen

          Monokulturen und der Einsatz von Agrarchemikalien stehen im Verdacht als Auslöser des Insektenschwunds.

          75 Prozent weniger Insekten : „Wir befinden uns mitten in einem Albtraum“

          Das Insektensterben lässt sich nicht mehr abstreiten. Der oft kritisierte Krefelder Entomologen-Verein hat jetzt in einer Langzeitstudie gezeigt: Die Populationen sind seit der Wende um drei Viertel geschrumpft. Welchen Anteil hat die Landwirtschaft, welchen das Klima?
          Flüchtlinge gehen am 27. Oktober 2015 nahe des bayerischen Wegscheid hinter einem Fahrzeug der Bundespolizei her, das sie zu einer Notunterkunft geleitet.

          TV-Kritik: „Maischberger“ : Konfusion als Methode

          Das Bild im Studio zeigt einen Flüchtlingstreck aus dem Jahr 2015. Die musikalische Untermalung stammt von der amerikanischen Serie „House of Cards“. Sandra Maischbergers Fragen erzeugen Verwirrung.
          Im Mittelpunkt des Interesses: Der Parteikongress in Peking lähmt sogar den Straßenverkehr.

          Zurück in die Zukunft : China will wieder mehr Staat

          Auf dem Parteikongress ordnet Xi Jinping seine Prioritäten neu. Mehr Planwirtschaft und Kontrolle sollen China zu neuer Größe führen. Welche Folgen könnte das haben?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.