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Antiquitäten und Kunst Tierisch

Hier kommen nicht nur Porzellanliebhaber auf ihre Kosten: ein Blick in die Kataloge der Frühjahrsauktionen auf Schloss Ahlden.

© Schloss Ahlden Vergrößern „Sitzender Löwe“ um 1750, Meissen, entworfen von Johann Joachim Kaendler, 20 cm hoch (Taxe 38.000 Euro)

Museales Porzellan gehört auf Schloss Ahlden schon traditionell zu den Frühjahrsauktionen. Am 5. und 6. Mai bietet das Auktionshaus zwei monumentale KPM-Vasenpaare für je 48.000 Euro an: Ein barockes Paar aus höfischem Besitz mit vollplastischen farbig staffierten Blumengirlanden mit den Maßen 97 Zentimeter entstand um 1765/70, bald nach der Übernahme der Manufaktur durch Friedrich den Großen. Die eher klassizistisch geformten „Münchner Vasen“ von 1837 bis 1844, 125 Zentimeter hoch, zeigen detailreiche Reiterszenen und einen seegrünen Fond. Meissen ist mit farbigen Tierfiguren nach Entwürfen Kaendlers, alle um die Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden, vertreten: Ein vierzehn Zentimeter hoher Feldhase für 14.000 Euro blickt auf ein Paar Pirole, die mit Sockel knapp dreißig Zentimeter hoch sind (Taxe 58.000 Euro). Eine Kaendler-Löwin, 14,5 Zentimeter hoch, soll 25.000 Euro kosten, der Löwe, zwanzig Zentimeter hoch, 38.000 Euro.

 © Schloss Ahlden Vergrößern Charles-François de Lacroix (um 1700 bis 1782) zugeschrieben, „Mittelmeerhafen im Abendrot“, Öl auf Holz, 46 mal 68 cm (Taxe 12.000 Euro)

Für die Wiener Weltausstellung 1873 schuf der Habsburger-Hoflieferant Auguste Klein & Cie. einen knapp sechzig Zentimeter hohen einzigartigen Tafelaufsatz als Kaviar-Deckelgefäß, plated und Bronze, teilweise feuervergoldet und mit vollplastischen Indianern bevölkert (28 500). Ein weiterer Tafelaufsatz, erst um 1920 nach historistischem Vorbild in den Hanauer Silberfabriken Wolf & Knell gefertigt, ist 115 Zentimeter hoch und in Form eines dreimastigen Kraweelschiffs gestaltet. Teilvergoldet und mit Achthunderter-Stempel versehen, ist es auf 18.000 Euro geschätzt. Die Parade der teilvergoldeten Deckelhumpen führt ein um 1689 in Augsburg gestaltetes Exemplar mit einer Widmung von Kaiserin Katharina II. von Russland an den Petersburger Bauern Nikita Forderov von 1793 an (24.000).

 © Schloss Ahlden Vergrößern Deckelhumpen mit Widmung von Kaiserin Katharina II. von Russland vom 3. Mai 1793, 18 cm hoch (Taxe 24.000 Euro)

Unter den Gemälden stechen ein „Hafen im Abendrot“ von Lacroix de Marseille für 12.000 Euro heraus, ein charakteristisches „Mädchen im Walde“ von Spitzweg (22.000) und eine „Sommerliche Landschaft im Abendlicht“ des Niederländers Marinus Adrianus Koekoek (18 500). Die Klassische Moderne tritt mit einem um 1930/35 asymmetrisch angelegten Weihnachtsstern-Aquarell von Emil Nolde an (95.000).

Quelle: F.A.Z.

 
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