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Auktionen 2005 Höchstpreise weltweit: Die teuersten Kunstwerke des Jahres 2005

In Frankreich wurde ein Louis-XV-Tisch Überraschungssieger, während in den Vereinigten Staaten der „Vogel“ eines rumänischen Bildhauers allen Erwartungen davonflog. In London machte ein eine Venedig-Vedute Canalettos das Rennen - und wurde zugleich das höchstbezahlte Werk des internationalen Kunstmarkts 2005.

© Artcurial Vergrößern In Paris wurde ein Louis-XV-Schreibtisch für 6 Millionen Euro versteigert.

Der höchste Auktionspreis für ein Kunstwerk weltweit wurde 2005 in einem Londoner Saal bezahlt: Die großformatige Venedig-Ansicht des Canal Grande, vom Palazzo Balbi aus zum Rialto, von Giovanni Antonio Canal, genannt Il Canaletto, spielte bei Sotheby's in London am 7. Juli 16,6 Millionen Pfund (Taxe 6/8 Millionen Pfund) ein - das sind umgerechnet 29,145 Millionen Dollar.

In Frankreich wurde ein Louis-XV-Schreibtisch Überraschungssieger: Mit dem Stempel „Joseph“ aus der Sammlung Rossignol versehen, wurde der Tisch für sechs Millionen Euro, zum Sechsfachen der Taxe, bei Artcurial in Paris zugeschlagen. Somit ist das um 1760/65 datierte Möbel das teuerste Kunstwerk aller Zeiten in Frankreich überhaupt. Gebaut hat den Tisch der Kunstschreiner und Spezialist für reich dekorierte Luxusmöbel Joseph Baumhauer. Sehr wahrscheinlich stammt das Möbel aus dem Besitz des Grafen Johann Carl Philipp von Cobenzl, seinerzeit Botschafter der Kaiserin Maria Theresia in Brüssel.

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Constantin Brancusis „Oiseau dans l'espace“ aus den frühen zwanziger Jahren wurde bei Christie's in New York für 24,5 Millionen Dollar versteigert. Damit erzielte die schlanke, auf acht bis zwölf Millionen Dollar geschätzte Plastik aus dem Besitz von Léonie Ricou nicht nur den höchsten Auktionspreis des Jahres in Amerika. Brancusis Werk brachte außerdem den höchsten Auktionspreis ein, der weltweit je für eine Skulptur gezahlt wurde.

Preise2005 © Sotheby's Vergrößern In London erreichte Canalettos Ansicht des Canal Grande 16,6 Millionen Pfund.

Georg Ferdinand Waldmüllers „Unterbrochene Wallfahrt“ von 1853 spielte im Wiener Dorotheum 1,1 Millionen Euro (Taxe 1 Million) ein, bewilligt vom Fürsten Hans Adam I. von Liechtenstein. Das bedeutet den Weltrekord für ein Werk des Biedermeiermalers. Für Österreich ist es der höchste Auktionspreis 2005.

Ferdinand Hodlers „Eiger, Mönch und Jungfrau über dem Nebelmeer“ von 1908 erzielte bei Sotheby's in Zürich 4,3 Millionen Franken, fast das Doppelte der Schätzung. Damit übertraf die Gebirgslandschaft den bisherigen Rekordpreis von 3,7 Millionen Franken, den Hodlers „Silvaplanersee“ von 1907 vor sieben Jahren im selben Haus aufgestellt hatte.

Max Beckmanns „Anni“ von 1942 wurde bei Grisebach in Berlin für 3,4 Millionen Euro zugeschlagen (Taxe 2/2,5 Millionen). Das Bild mit dem Mädchen und dem Fremden ist das teuerste je in Deutschland ver-steigerte Kunstwerk.

Quelle: F.A.S., 1. Januar 2006

 
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