http://www.faz.net/-gqz-77ib2

Auktion in München : Lampenkönig

  • -Aktualisiert am

Durch das Münchner Auktionshaus Quittenbaum schleicht eine blaue Katze: Gio Pontis schlankes Tier kam bei der Design-Versteigerung gut an.

          Quittenbaums Kataloggestalter hatten richtig geahnt: Ihre vier titelschmückenden Objekte brachten die Höchstpreise der Design-Auktion. Da schleicht von rechts „Katze ,655’“ ins Bild - der italienische Gestalterpapst Gio Ponti entwarf sie um 1956 für die Ausführung in Kupferblech und blau emaillierter Silberfolie. Geschätzt auf 3000 Euro, dehnte das Tier den Bietstreit, bis bei 11.000 Euro der Hammer fiel.

          Farbe bringt Georges Jouves sonnengelb glasierte Vase mit Dickbauch und Enghals ins Spiel, auch sie aus den fünfziger Jahren, bei 4200 bis 4500 Euro angesetzt, zugeschlagen für 6200 Euro. Dann folgten die Hitverdächtigen aus der Skandinavien-Abteilung: Zum Beispiel die Stehlampe „9615“ des finnischen Lampenkönigs Paavo Tynell, 1954 durch Taito Oy auf den Markt gebracht, erzielte als Paar 9800 Euro (Taxe 4400/5000 Euro), und Finn Juhls „Chieftain“, ein Armlehnsessel für moderne Häuptlinge, verbuchte 16.000 Euro. Dass er damit etwas unter der Schätzung blieb, lag wohl an einer restaurierten Stelle und neuem Lederbezug. Auch beim Muranoglas standen die Fünfziger hoch im Kurs: Das mit Abstand gefragteste Objekt, die Vase „A fasce orizzontale“ - der Name steht für eine waagerechte rote Bänderung auf blauem Grund - entwarf Fulvio Bianconi um 1953 für Venini; 22.000 Euro spielte sie ein, erwartet hatte das Auktionshaus nur 7000 bis 9000 Euro.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Eishockey bei Olympia : Deutschland verliert dramatisches Finale

          Was für ein Endspiel bei Olympia in Pyeongchang! Deutschland und die russische Auswahl liefern sich ein extrem spannendes Duell mit unglaublichen Wendungen – und dem besseren Ende für die Russen.
          Die rumänische Filmemacherin Adina Pintilie posiert mit ihrem Goldenen Bären

          Berlinale : Gefangen als Voyeur

          Der Goldene Bär für „Touch Me Not“ bei der Berlinale ist eine riesige Überraschung. In dem Film geht es um masturbierende Callboys, Transvestiten und Darkrooms. Der Ansatz ist beklemmend. Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.