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„Power 100“ : Hito Steyerl ist wichtigste Künstlerin der Welt

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Die Filmemacherin und Autorin Hito Steyerl (hier im Februar 2015 in Berlin) ist vom britischen Kunstmagazin „ArtReview“ zur derzeit einflussreichsten Persönlichkeit im internationalen Kunstbetrieb gekürt worden. Bild: dpa

Die Liste der wichtigsten 100 Personen in der Kunstwelt wird immer mit Spannung erwartet. Dieses Jahr ist sie voller Überraschungen. Auf Platz eins steht eine deutsche Künstlerin.

          Frauenpower aus Deutschland: Die Videokünstlerin Hito Steyerl ist vom britischen Kunstmagazin „ArtReview“ zur derzeit einflussreichsten Persönlichkeit im internationalen Kunstbetrieb gekürt worden. Eine internationale Jury wählte die in München geborene deutsch-japanische Künstlerin dieses Jahr auf Platz eins der Rangliste „Power 100“. Im Vorjahr hatte Steyerl Platz sieben belegt.

          Auf Platz zwei folgt der für seine Arbeiten mit lebenden Tieren bekannte französische Starkünstler Pierre Huyghe. Platz drei belegt überraschenderweise keine Künstlerin, sondern die 73-jährige amerikanische Naturwissenschaftshistorikerin und Feministin Donna Haraway. Sie gilt mit ihrem schon 1985 entstandenen „A Cyborg Manifest“ über Menschen und Maschinen als eine Vordenkerin des 21. Jahrhunderts. Auch Steyerl bezieht sich in ihrer Kunst auf Haraway.

          Steyerls Einfluss sei sowohl in ihrer Kunst als auch in ihren theoretischen Schriften abzulesen, sagte „ArtReview“-Mitherausgeber Oliver Basciano der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist wirklich ihr Jahr.“

          Die 1966 geborene Steyerl ist an der Universität der Künste Berlin Professorin für Experimentalfilm. Ihre futuristischen Filme und Installationen werden weltweit in Ausstellungen gezeigt. Sie war dieses Jahr auch bei der Zehn-Jahres-Schau Skulptur Projekte Münster dabei. Zur Kunstbiennale in Venedig 2015 hatte die 1966 geborene Künstlerin im deutschen Pavillon mit ihrer Videoinstallation „Factory of the Sun“, einem vermeintlichen Videogame, Aufsehen erregt.

          Adam Szymczyk, künstlerischer Leiter der diesjährigen documenta 14, kommt auf Platz vier. Der Schweizer Kurator Hans Ulrich Obrist, der im Vorjahr Platz eins belegte, fiel auf Rang sechs zurück.

          Quelle: rad./dpa

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