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Margaret Bourke-White in Berlin In schwindelnder Höhe, vor grausigem Abgrund

Manchmal lässt sich die Welt nur noch als Bild aushalten. Eine Ausstellung im Gropius-Bau in Berlin zeigt die beeindruckenden Reportagefotografien von Margaret Bourke-White als Werke der Kunst.

Das Leben der amerikanischen Fotografin Margaret Bourke-White war so reich an außergewöhnlichen Ereignissen, dass ihre 1963 erschienene Autobiographie über Wochen hinweg auf der Bestsellerliste der „New York Times“ rangierte. Aufgefallen war sie mit temperamentvollen Auftritten: etwa als sie auf das Stahlgerüst des von ihr bewohnten Chrysler Building hinaufstieg, um die unter ihr liegende Stadt zu fotografieren. Aber ihren Ruhm verdankte sie großartigen Reportagen: Nachdem sie eine erfolgreiche Karriere als Werbe- und Industriefotografin aufgegeben hatte, war Bourke-White 1930 die erste ausländische Fotojournalistin, die in der Sowjetunion fotografieren durfte, die einzige ausländische Fotografin in Moskau, als dort im Juli 1941 die ersten deutschen Bomben fielen, und die erste Frau, die als Mitglied der U.S. Air Force Schauplätze des Zweiten Weltkriegs in England, Tunesien, Italien und Deutschland dokumentierte.

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Veröffentlicht: 22.01.2013, 17:20 Uhr

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