25.05.2009 · Bei aller Festfreude bleiben kurz nach Eröffnung des Museums Brandhorst in München Fragen und Skepsis zurück. Die Sammlung pocht auf eine Eigenständigkeit, die sie eher zur Konkurrentin als zur Partnerin der Pinakothek der Moderne macht.
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Staatstragendes BRANDHORST-Haus für staatlich subventionierte Kunst-Lenkung?!
„Fragen und Skepsis bleiben“, so die FAZ (Brita SACHS): Die SAMMLUNG bezieht ihre MACHT aus einem Stiftungsvermögen von 120 Mill. Euro, „das, vorausgesetzt, es übersteht den Finanzcrash ohne Blessuren, Erträge abwirft (…)“. Das Geld komme aber nur der BRANDHORST-Sammlung als Ankaufsetat zugute, „während sich der Freistaat sämtliche Personal- und Unterhaltskosten aufhalsen ließ.“ RAUTERBACH in DIE ZEIT Nr. 20 zur Staatsregieung: „Sie wurde geblendet von großen Künstlernamen und hohen Stiftungseinlagen, sie hat sich ihre Museumshoheit abhandeln lassen. Sie ist der Herr des neuen Hauses, der Herr IM Hause ist sie nicht.“ Was gezeigt und gekauft wird, entscheidet einzig die Stiftung, und das heißt BRANDORST. Selbst der Generaldirektor darf beim Ankaufsetat nicht mitreden, obwohl dieser immerhin 2 Mill. Euro beträgt und die Pinakotheken nur über klägliche 65000 verfügen. Der wahre Preis für das neue Museum: Die Macht der staatlichen Museen wird aufgeweicht. Welche Kunst museumswürdig ist und welche nicht, kann PRIVAT gelenkt werden! Der Staat hat für BRANDHORST das neue Gebäude bezahlt (47 Mill. Euro). Mehr Kritik: „Staatstragendes BRANDHORST-Museum: Monument staatlich subventionierter Kunst-Lenkung?“ In: ZEIT Online v. 28.05.09.