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Handschrift Die Quittung

19.12.2006 ·  Ein Zettel von Michelangelo dokumentiert eine Zahlung von sieben Golddukaten an zwei seiner Mitarbeiter. Nun wurde diese Handschrift weit über den Schätzpreis bei Sotheby's in New York für 480.000 Dollar versteigert.

Von Lisa Zeitz, New York
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„Die Knie dieser Skulptur sind soviel wert wie ganz Rom“, hat Sebastiano del Piombo einmal über Michelangelos auferstandenen Christus in der römischen Kirche Santa Maria Sopra Minerva gesagt. Und allein ein mit der Statue in Verbindung stehender, originaler Renaissance- Quittungszettel ist schon ein Vermögen wert: Michelangelos Handschrift dokumentiert die Zahlung von sieben Golddukaten an zwei seiner Mitarbeiter, die an der Fertigstellung des marmornen Christus beteiligt waren, nämlich Pietro Urbano und Federico Frizzi.

Der Brief vom 26. Oktober 1521 beginnt mit der Signatur „io Michelagniolo schultore“ und ist bei bei Sotheby's in New York von einem anonymen Sammler jetzt mit 480.000 Dollar bewertet worden; die Schätzung lag bei 200.000 bis 300.000 Dollar.

Bruch zwischen Kirche und Monarchie

Außerdem kam ein bedeutendes Dokument vom 8. Februar 1534 unter den Hammer, das ein Licht auf den Bruch zwischen der römisch-katholischen Kirche und der englischen Monarchie wirft: In ihrem Brief bittet Katharina von Aragon ihren Neffen, Kaiser Karl V., doch Papst Clemens VII. zu beeinflussen, daß er ihre Ehe mit König Heinrich VIII. von England aufrechterhalte. Heinrich VIII. war eine Liaison mit ihrer Hofdame Anne Boleyn eingegangen.

Er hatte sich die Scheidung durch den Erzbischof von Canterbury bestätigen lassen; einen Monat später ließ Papst Clemens VII. verlauten, daß die Ehe mit Katharina weiterhin gültig sei. Ein amerikanischer Sammler bewilligte 130.000 Dollar (Taxe 100.000/150.000) für das Dokument.

Quelle: F.A.Z., 16.12.2006, Nr. 293 / Seite 45
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