08.06.2012 · Bundespräsident Joachim Gauck hat in Kassel die weltgrößte Ausstellung für Gegenwartskunst eröffnet: Warum die dreizehnte Documenta trotz vieler Einwände sehenswert ist.
Von Niklas MaakRichtlinien für Lesermeinungen
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Dieser Hund könnte symbolisch sein, so geht die Documenta vor die Hunde, mit recht. Ich hätte noch so einen Wusch:" Ich hätte gern gewußt was unser Bundespräsident bei der Eröffnung wirklich gedacht hat - hätte mich wirklich interessiert.
... und dann ist es auch noch die falsche Rasse: Das zarte Wesen ist ein Galgo, kein Podenco.
Also, also, also, ich weiß nicht
Ich bin auch Künstler, Maler. Ich habe in den letzten 20 Jahren ca.
dreitausend Bilder verkauft und das muß nichts bedeuten. Davon
heute, am Samstag, allein fünf. Die habe ich selbst an die Wand
gehängt und die Kunden hatten Tränen in den Augen. Die Kundin
sagte mir, sie habe jahrelang darauf gespart um diese Bilder sich
leisten zu können, obwohl meine Bilder nicht teuer sind.
Das zur Einleitung.
Ich wollte damit nur sagen, ich meine, wir Künstler sollten unseren
Kunden mit unserer Kunst Freude bereiten. Wir sollten sie glücklich
machen und das ist mir mit meinen Bildern immer gelungen. Das haben mir
meine Kunden - auch heute, immer wieder bestätigt.
Mit dieser akademischen Kunst a.la. Documenta glaube ich nicht,
daß man damit Menschen glückliche machen kann. Aber wozu soll
denn Kunst sonst da sein? Diese immer teurer werdenden Kunst mit den
übersättigten Käufern, die das wohl brauchen um vor sich
selbst bestehen zu können, da frage ich mich, was ist das? Ist das
wirklich Kundt?
Dazu fällt mir nur die münsterländische Bewertung ein:
"Dat soll nu so wat sein!"
Der Hund wird es gelassen hinnehmen und sich seinen Teil dazu denken.
Die Documenta dokumentiert die Einfallslosigkeit unserer Kunst - ab nach Kassel
Ein Hund mit einem rosa Bein ist das Symbol dafür. Irgendwie hat man den Eindruck dass viele Ausstellungsobjekte das Spiegelbild der Gehirnstruktur ihrer Künstler ist. Kunst verkommt zum Schwachsinn. Die Documenta ist hier der Trendsetter. Ist man politisch korrekt, darf man das allerdings nicht sagen sondern höchstens denken. Eine kleine Elite mit Sektglas in der Hand und der Deutungshoheit was Kunst ist, übt sinnfreien Smalltalk und labt sich daran. Die breite Bevölkerung, auch die Kunstbanausen genannt, schaut verstört auf die Objekte und sorgt sich um die vielen Staatsmittel die wieder dafür ausgegeben wurden um eine Stadt die auch Bielefeld sein könnte, kurzfristig aus der Bedeutungslosigkeit zu holen. Kunst kommt von können. Langsam gerät diese Interpretation wohl in Vergessenheit.