20.11.2007 · Das Land Rheinland-Pfalz trennt sich mit sofortiger Wirkung von dem privaten Verein, mit dem es das neue Arp-Museum in Remagen-Rolandseck betreibt. Als Grund nannte Kulturstaatssekretär Hofmann-Göttig (SPD) „schweren Vertragsbruch“.
Das Land Rheinland-Pfalz trennt sich vom privaten Arp-Verein, mit dem es das neue Arp-Museum in Remagen-Rolandseck betreibt. Kulturstaatssekretär Joachim Hofmann- Göttig (SPD) teilte an diesem Dienstag in Mainz mit, das Land kündige die Rahmenvereinbarung aus dem Jahr 2005 mit sofortiger Wirkung. Grund sei ein „schwerer Vertragsbruch“. Der Verein habe „ohne vorheriges Einvernehmen“ und ohne das Land nachträglich zu informieren Werke verkauft, die zu den vereinbarten Dauerleihgaben des Vereins für das Museum gehörten.
In einem Brief an den Vereinsvorsitzenden Dieter Lange, schrieb der Staatssekretär nach eigenen Angaben, das Vertrauensverhältnis sei „unwiederbringlich zerrüttet“, eine weitere Zusammenarbeit sei „unzumutbar“. Zwischen dem Land und dem Verein hatte es jahrelang Querelen gegeben. Vor einer Woche hatte der Verein dem Staatssekretär mitgeteilt, dass 14 Werke verkauft worden seien, die als Dauerleihgaben für das Museum gelistet waren.
Das für insgesamt 33 Millionen Euro erbaute Arp-Museum war im September eröffnet worden. In dem Haus sollen vor allem Werke des deutsch-französischen Bildhauers und Malers Hans Arp (1886-1966) gezeigt werden.