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Kunst Pop-Art-Künstler Tom Wesselmann ist tot

21.12.2004 ·  Der für seine provokativen Frauenakte bekannte amerikanische Künstler Tom Wesselmann ist tot. Wesselmann war neben Andy Warhol und Roy Lichtenstein einer der wichtigsten Pop-Art-Künstler.

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Der für seine provokativen Frauenakte bekannte amerikanische Pop-Art-Künstler Tom Wesselmann ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Er starb nach Angaben seiner Witwe bereits am Freitag in einer Klinik in New York an Komplikationen nach einer Herzoperation, berichtet die „New York Times“.

Wesselmann war neben Andy Warhol und Roy Lichtenstein einer der wichtigsten Pop-Art-Künstler. Bekannt wurde er 1961 mit seiner „Great American Nude“, einem Frauenakt, dessen Titel zum Oberbegriff einer Serie wurde. Sein Markenzeichen waren daneben Collagen aus Alltagsgegenständen wie Hausrat, Zeitungspapier und Werbeanzeigen. Wesselmanns Bilder hängen unter anderem im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) und im Kölner Wallraf-Richartz-Museum.

Künstler aus Langeweile

Wesselmann wurde 1931 in Cincinnati geboren, interessierte sich jedoch als Jugendlicher überhaupt nicht für Kunst. Erst als er während des Korea-Kriegs in die Armee eingezogen wurde, begann er aus Langeweile damit, Comics zu zeichnen. Dabei entdeckte er seine Begabung und studierte nach seiner Entlassung aus der Armee Kunst. Inspiriert wurde er von den Bildern Jackson Pollocks und Willem de Koonings, er orientierte sich aber auch an den Malern Matisse, Renoir, van Gogh und Modigliani.

1961 hatte er in New York seine erste Einzelausstellung. Bei seinen ersten Akten stand ihm seine spätere Frau Claire Modell, mit der er drei Kinder hatte. Seine Serie der „Great American Nudes“ wirkte in den sechziger Jahren provozierend: Wesselmann zeigte Frauen mit lasziv ausgebreiteten Schenkeln, orgiastisch aufgerissenen Mündern und steifen Brustwarzen. Später kombinierte er seine Akte etwa mit den Farben und Sternen der amerikanischen Flagge, mit der Freiheitsstatue, Coca-Cola und Marlboro-Zigaretten oder auch geöffneten Klodeckeln.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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