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Kulturpreis für Schirrmacher Auszeichnung für „Stilsicherheit und journalistische Qualität“

27.10.2007 ·  Der Mitherausgeber der F.A.Z., Frank Schirrmacher, hat am Samstag in Kassel den Kulturpreis Deutsche Sprache 2007 erhalten. Journalisten seien für die Pflege der deutschen Sprache maßgeblich verantwortlich, hieß es in der Begründung der Jury.

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Der Herausgeber des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Frank Schirrmacher, hat am Samstag in Kassel den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache 2007 erhalten. Die Jury würdigte Schirrmachers sprachliche Leistungen und das sprachliche Niveau des F.A.Z- Feuilletons, das Schirrmacher seit 1993 leitet.

Journalisten seien für die Pflege der deutschen Sprache maßgeblich verantwortlich, hieß es in der Begründung der Jury. „Die Beiträge von Frank Schirrmacher zeichnen sich aus durch Stilsicherheit, Eleganz und beispielhafte journalistische Qualität“, sagte Helmut Glück, Sprecher der Jury. Die Auszeichnung mit dem Kulturpreis solle auch ein Zeichen dafür setzen, dass die Sprache des Journalismus eine Vorbildfunktion erfülle. Es müsse Zeitungen geben, die unabhängig von sprachlichen Moden seien.

„Brauchen eine Debatte über die Inhalte im Internet“

Der Vorsitzende des Deutschen Germanistenverbandes, Thomas Anz, sagte in seiner Laudatio, es gebe keine zweite journalistische Karriere, die so glänzend verlief. „Alles, was Schirrmacher sprachlich anfasst, verwandelt er in ein historisches Ereignis oder in einen literarischen Erfolg.“ Schirrmacher und „sein“ Feuilleton seien schwer zu fassen. Beide zeichne der permanente Zweifel an starren Grenzziehungen aus.

Schirrmacher sagte, in der Redaktion der F.A.Z. gelte die Maxime, so wenige Anglizismen wie möglich zu verwenden. Er warnte vor den kaum absehbaren Folgen, die der Gebrauch des Internets für junge Menschen habe. Die Brutalisierung werde auch die Sprache verändern. „Wir brauchen eine Debatte über die Inhalte im Internet und deren Zugänglichkeit“, forderte er.

Unter den bisherigen Preisträgern sind der Schriftsteller Günter de Bruyn (2006), der Humorist Vicco von Bülow (2004) und der Verfassungsrichter Paul Kirchhof (2005). Mit Schirrmacher erhält erstmals ein Journalist den Kulturpreis. Der Preis wird von der Eberhard-Schöck-Stiftung (Baden-Baden) und vom Verein Deutsche Sprache (Dortmund) seit 2001 für besondere Verdienste um die deutsche Sprache vergeben.

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