22.02.2002 · Der Bundestag diskutierte über Popmusik. Ergebnis: Staatsminister Nida-Rümelin will Popmusik staatlich fördern.
Der Bund will die Popmusik fördern. Das ist das Ergebnis der ersten Bundestagsdebatte über populäre Musik. Außerdem versprach Staatsminister Julian Nida-Rümelin, die Urheberrechte von Musikern besser gegen Internetpiraterie und illegale Kopie schützen.
Die Bedrohung der künstlerischen Kreativität durch digitale Kopien sei massiv, sagte Nida-Rümelin. Eine schon vorhandene EU-Richtlinie solle möglichst bald auch hier zu Lande umgesetzt werden.
Außerdem kündigte Nida-Rümelin an, die Popmusik ähnlich zu fördern, wie das beim Film längst üblich ist. Auch die CDU brach eine Lanze für die Popmusik. Der CDU-Abgeordnete Steffen Kampeter sagte: „Rock und Pop sind nicht nur kulturpolitisch, sondern auch wirtschaftspolitisch von herausragender Bedeutung." Die Bundesregierung solle sich der „populären Musik" - diesem "Grundgeräusch der Gegenwart“ - stärker widmen.
Für die Vermarktung deutscher Musik im Ausland schlug Kampeter die Einrichtung eines „Musikexportbüros“ vor. In vielen anderen europäischen Ländern seien Nachwuchsförderung und Musikvermarktung wesentlich besser entwickelt. Und auf Dauer werde Deutschland "mit den Westernhagens, den Maffays und den Lindenbergs" kreativ nicht überleben.