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Kulturnachrichten Immer nur die Schattenseiten

Der iranische Kulturminister klagt über das schlechte Bild seines Landes in den Filmen seiner Landsleute. In London werden Kunstwerke aus dem Besitz von Lehman Brothers versteigert. Immerhin: Der GEZ geht's gut. Die FAZ.NET-Kulturnachrichten.

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Irans Präsindet Mahmoud Ahmadinejad
© picture alliance / dpa Vergrößern
Irans Präsindet Mahmoud Ahmadinejad

Filme schlimmer als Spionage

Gibt es eine Sonnenseite Irans, die in den Filmen des Landes nicht vorkommt? Irans stellvertretender Kulturminister, Dschawad Schamghadri, ist davon überzeugt. „Manche iranischen Filmemacher zeigen nur die Schattenseiten in Iran und übertreiben sogar, um bei internationalen Filmfestspielen Preise abzusahnen”, sagte er bei einem Treffen mit Kulturbeauftragten in der westiranischen Stadt Hamedan. „Diese Filmemacher haben noch nicht begriffen, dass dies kultureller Verrat und sogar schlimmer als Spionage ist”, so zitierte ihn die Nachrichtenagentur ISNA. Seit Ahmadineschad 2005 Präsident wurde, sind Künstler und Journalisten in ihrer Arbeit stark eingeschränkt. Viele sprechen von einem „drastischen Abfall der Toleranzgrenze im Kultusministerium”. (F.A.Z.)