http://www.faz.net/-gqz-75iec
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 04.01.2013, 16:03 Uhr

Korn setzt sich für Augstein ein Kein Antisemit

Für das Simon-Wiesenthal-Zentrum ist Jakob Augstein ein Antisemit. Salomon Korn widerspricht. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden nimmt den Verleger in Schutz und kritisiert das Zentrum.

© Wolfgang Eilmes Er widerspricht dem „Simon Wiesenthal Center“: der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Salomon Korn

Salomon Korn hat sich von dem Vorwurf, Jakob Augstein sei Antisemit, distanziert. Er habe nie den Eindruck gehabt, dass das, was Augstein geschrieben habe, antisemitisch sei, sagte der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland dem Deutschlandradio. Selbst wenn man sich frage, warum Augsteins Kritik überspitzt sei und immer Israel thematisiert werde, dürfte es nicht richtig sein, ihn als Antisemiten zu bezeichnen.

Das Simon Wiesenthal Zentrum in Los Angeles hatte den Verleger des Zeitung „Der Freitag“ wegen kritischer Äußerungen über Israel auf die jährliche Liste der schlimmsten Antisemiten gesetzt. Korn sagte, das Wiesenthal Zentrum habe offenbar nicht genügend recherchiert. Es sei nicht klug gewesen, der Argumentation des Publizisten Henryk M. Broder zu folgen. Am Donnerstag hatte die amerikanische Menschenrechtsorganisation ihre Antisemitismus-Vorwürfe gegen Augstein noch einmal bekräftigt.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Glosse

Frommes Endspiel

Von Jürg Altwegg

Es darf gejohlt, geschrien und gesoffen werden: Der Pfarrer Jean-François Ramelet will das EM-Endspiel aus Paris in die Kathedrale Saint-François in Lausanne übertragen. Mehr 1

Abonnieren Sie den Newsletter „Literatur“