http://www.faz.net/-gqz-75iec

Korn setzt sich für Augstein ein : Kein Antisemit

  • Aktualisiert am

Er widerspricht dem „Simon Wiesenthal Center“: der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Salomon Korn Bild: Wolfgang Eilmes

Für das Simon-Wiesenthal-Zentrum ist Jakob Augstein ein Antisemit. Salomon Korn widerspricht. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden nimmt den Verleger in Schutz und kritisiert das Zentrum.

          Salomon Korn hat sich von dem Vorwurf, Jakob Augstein sei Antisemit, distanziert. Er habe nie den Eindruck gehabt, dass das, was Augstein geschrieben habe, antisemitisch sei, sagte der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland dem Deutschlandradio. Selbst wenn man sich frage, warum Augsteins Kritik überspitzt sei und immer Israel thematisiert werde, dürfte es nicht richtig sein, ihn als Antisemiten zu bezeichnen.

          Das Simon Wiesenthal Zentrum in Los Angeles hatte den Verleger des Zeitung „Der Freitag“ wegen kritischer Äußerungen über Israel auf die jährliche Liste der schlimmsten Antisemiten gesetzt. Korn sagte, das Wiesenthal Zentrum habe offenbar nicht genügend recherchiert. Es sei nicht klug gewesen, der Argumentation des Publizisten Henryk M. Broder zu folgen. Am Donnerstag hatte die amerikanische Menschenrechtsorganisation ihre Antisemitismus-Vorwürfe gegen Augstein noch einmal bekräftigt.

          Topmeldungen

          Muslimische Schüler : „In Deutschland gehe ich nicht mehr schwimmen“

          Wie leben muslimische Kinder ihre Religion? Wie klappt das Zusammenleben im Klassenzimmer? Wir haben Schülerinnen und Schüler eines Gymnasiums gefragt, wie sie es mit Beten, Fasten und Heiratsplänen halten. Ein großes Problem liegt bei deren Eltern. Teil 2 der Mini-Serie.

          Künstliche Intelligenz : Worin wir gut sind – und worin nicht

          Das Silicon Valley und China stecken viel Geld in Künstliche Intelligenz. Auch Deutschland hat eine Menge zu bieten – in einem wichtigen Bereich aber gibt es ein Problem. Ein Kommentar.

          Besuche bei Trump : Merkels Gereiztheit und Macrons Schadenfreude

          Wie die Kanzlerin mit Donald Trump umgeht, ist typisch für die deutsche Außenpolitik: moralisierend, scheinheilig – und vollkommen ineffektiv. Der Franzose Macron hingegen umarmt ihn mit Erfolg. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.