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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Korn setzt sich für Augstein ein Kein Antisemit

 ·  Für das Simon-Wiesenthal-Zentrum ist Jakob Augstein ein Antisemit. Salomon Korn widerspricht. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden nimmt den Verleger in Schutz und kritisiert das Zentrum.

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Michel Cremer

Und wenn doch? Eine Frage des Magens?

Die Frage, ob jemand Antisemit sei oder nicht nicht, scheint insofern schwer endgültig beantwortet werden zu können, da es idR unmöglich ist, in das Innere des Betroffenen zu schauen. Es bleiben daher meist nur Rückschlüsse von getätigten Äußerungen auf innere Einstellungen möglich, die, wie bei jeder ars interpretandi, unterschiedlich ausfallen können.
Der eine mag daher so, ein anderer anders sein Urteil fällen.
Vielleicht verträgt der Magen des einen härtere Kost, der andere hält es dagegen mit Ovid und dessen "Principiis obsta", weil das Heilmittel auch hier zu spät bereitet werde. Einem Dritten schlägt eine deutsche, besserwisserische Oberlehrerattitüde schwer auf den Magen, da er sich fragt, warum gerade der, warum nur uns, warum ohne Hintergrundwissen, warum in diesem Ton, warum diese Einseitigkeit, ...
Wovon man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen, zitiert ein Vierter Wittgenstein und schluckt seinen Ärger hinunter. Ad continuum.

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Andreas Eichel
Andreas Eichel (killboy) - 04.01.2013 19:31 Uhr

Broders nächste Überschrift: "ZdJ antisemitisch!"

Was für ein Clown.

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 04.01.2013 18:59 Uhr

ein guter Zug von Salomon Korn

Ein sehr schöner Zug von Salomon Korn, den Journalisten Jakob Augstein in Schutz zu nehmen, was übrigens als einziger Politiker auch Gregor Gysi getan hat.

Wäre ja noch schöner, wenn alle, die mit dieser Aggressions- und Besetzungspolitik Israels gegenüber Palästina nicht einverstanden sind, gleich als Anti-Semiten beschimpft werden können.

Es ist einfach nur eine Frage der Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Friedfertigkeit, wenn man sich entscheidet, israelische Politik zu kritisieren und kein Angriff auf die Religion der Menschen die dort leben - ob es nun jüdische, muslimische oder andere Glaubensrichtungen sind.

Das SWC sollte einmal die Vita von Broder lesen, um zu wissen, auf was für einen Schreiber und Hinweisgeber sie sich da eingelassen haben.

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Reinhard Foertsch

So eine Liste erledigt sich selbst

Eine Liste, bei deren Bestückung nicht mehr an substantiellem Ranking stattfindet als die reflexartige Reaktion auf den Zuruf eines schillernden Publizisten, reduziert ihre eigene Relevanz ganz selbsttätig gegen Null. Alles, was in diesem und dem vorigen Artikel dazu diskutiert wurde, kommt um diesen Punkt nicht herum. Rankings sind so gut wie ihre Methoden seriös sind. Oder eben umgekehrt. In diesem Fall umgekehrt.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 04.01.2013 18:21 Uhr

Sie lebt !

Im Deutschlandfunk heute morgen Michael Wolffsohn und jetzt hier Salomon Korn.

Es gibt sie also doch, die differenzierende Meinungsvielfalt in der Jüdischen Gemeinschaft!

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 04.01.2013 17:11 Uhr

Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfs

Auch wenn ich nicht oft mit Augstein übereinstimme, so schätze ich ihn und den Freitag doch wegen seiner unabhängigen, integeren und unbestechlichen Meinung, die auch gegen große öffentliche Widerstände verteidigt wird. Diese (für einen Linken im 21. Jh. geradezu exotische) Standfestigkeit in einer gefallsüchtigen Gesellschaft wurde ihm nun zum Verhängnis. Wer Israels Politik kritisiert ist gegen Israel, damit gegen Juden und somit ein Antisemit. Wer auf den kaum zu bestreitenden Einfluss pro-zionistischer Lobbyistenverbände auf die US-Spitzenpolitik hinweist, glaubt - selbstverständlich - auch an jüdisch-bolschewistische Verschwörungen und ist somit ein Antisemit. Der besonders in D häufig und großflächig verteilte Vorwurf, eine rassistische Gesinnung zu haben, obwohl dies nicht nur an den Haaren herbeigezogen ist, sondern meistens lediglich der Mundtotmachung dient, verhöhnt die Opfer des Holocaust und verschleiert den Blick auf die wahre braune Gefahr (z.B. NSU-Morde). Eine Schande.

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Faustino Gallina

In dieser Liste werden Antisemitismus und Israelkritik gleichgesetzt

Man sehe sich dazu Platz 3 und erwähnter Platz 9 an. Wenn Kritik an einem Staat zugleich als Rassismus bezeichnet werden kann - denn im Grunde ist Antisemitismus nichts weiter als eine besonders ausgeprägte und ausgearbeitete Form des Rassismus, daher auch die feine Trennlinie zum Antijudaismus oder Antizionismus - dann sind wir auf einem gefährlichen Terrain angelangt, das ideologischen Regimen in nichts nachsteht. Nur, weil viele Deutsche mit gutem Grund den griechischen, italienischen und spanischen Staat kritisieren, ist dies nicht gleich ein Affront gegen eine Volksgruppe; doch hier verlangt ein Land ganz besondere Spielregeln.

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Daniel Bernbeck
Daniel Bernbeck (FLH80) - 04.01.2013 16:50 Uhr

Gott sei Dank

gibt es auch noch besonnene Menschen, die den Mut haben, sich derartigen Kampagnen entgegen zu stellen!

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