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Koffein Risiken und Nebenwirkungen: Interviews mit Schwarzenegger

 ·  Vor dem Kinostart des neuen Schwarzenegger-Films "Collateral Damage" haben die Zeitungen mit dem Actionstar gesprochen. Eine Medienschau.

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Um es gleich mit seinen eigenen Worten zu sagen: Am Morgen des 11. September hatten Arnold Schwarzenegger und seine Frau von den Anschlägen in New York und Washington aus dem Fernsehen erfahren. "Erst als wir die Kinder in die Schule gebracht haben", erzählt der Actionstar in einem Interview der "Kölnischen Rundschau", "hat meine Frau gesagt: 'Ich glaube, Collateral Damage kannst Du erst einmal vergessen.'"

Der Kinostart des neuen Schwarzenegger-Films - der Held, ein Feuerwehrmann, kämpft in ihm gegen Terroristen - wurde verlegt. Inzwischen sind fünf Monate vergangen, und nachdem Testvorführungen in Amerika ergeben hatten, dass kein Zuschauer diesen Film im Kino noch unpassend gefunden hätte, ist er zunächst dort an den Start gegangen. Jetzt kommt er auch in Deutschland in die Kinos. Grund genug für eine Reihe von Zeitungen, mit dem Hauptdarsteller zu reden.

"Das ganze Joahr sprech' i net deitsch"

Das ist an sich eine gute Idee und eine einfache Sache: Schwarzenegger hat zu vielen Themen - grundsätzlich menschlichen, gesellschaftlichen, politischen - eine Meinung, und nicht einmal eine Sprachbarriere trennt die deutschen Journalisten von dem gebürtigen Österreicher. Das allerdings stellt die Zeitungen bei der Transkription des Interviews vor eine erste Gewissensfrage: Wie weit wird des Actionstars individuelle Art des Ausdrucks den hochdeutschen Sprachgewohnheiten angenähert? Immerhin ginge einiges an Kernigkeit des Originals verloren.

Und so hat die "Berliner Zeitung" entschieden, in etwa zu schreiben, wie Schwarzenegger der Schnabel gewachsen ist. Das Ergebnis: "A Flucht vorm Reality" sei dieser Film, findet Arnold. Er habe "a guate Story für oan Film", auch wenn der Schauspieler nie empfehlen würde, das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen.

"Nicht nur für Männer, mit viel Äktschn, sondern auch für die Fraun"

Auch die Anekdote zur Entstehung des Films bekommt so etwas Urtümliches: Am Skilift in Sun Valley, erzählt Schwarzenegger der "Berliner Zeitung", habe der Produzent Steven Reuther der Frau Schwarzenegger das Filmscript zugesteckt. "Mei Frau hat das Drehbuch sehr gfalln", erzählt der Muskelmann. "Und wennst dann ein Befehl von einer Frau kriegst, da weißt', du musst das dann machn, is ja gonz kloar."

Was er denn vor einiger Zeit im Kosovo gemacht habe, will die Zeitung wissen. Die Truppen hat Arnold besucht, tausende Autogramme gegeben und mit den Soldaten trainiert: "Mir san mit ihnen herumgelaufen und Baunzer gfahrn." Schön sei das gewesen, mal wieder einen Panzer zu fahren, mit einem Maschinengewehr zu schießen. Schwarzenegger mit einem Lächeln: "Das war Arnold im Candystore!" Warum Waffen für ihn wie Süßigkeiten seien? "Weil i a Mann bin!" - Respekt.

Familiensinn

Weniger draufgängerisch gibt sich der Schauspieler im Gespräch mit der Kölnischen Rundschau. "Für die Familie, die eigenen Rechte, Ideen und Lebenseinstellungen" lohne es sich auch im richtigen Leben zu kämpfen. Die Zeit der Actionfilme sei keineswegs vorbei, dieses Genre werde auch weiterhin "das Brot und die Butter der Filmstudios bleiben". Aber den nächsten Familienfilm hätte er schon seinen eigenen Kindern versprechen müssen. Immerhin sind seine Actionfilme ja nicht jugendfrei. Zeit dafür fände der viel beschäftigte Darsteller allerdings wohl erst, wenn "Terminator 3" und "True Lies 2" abgedreht sind.

Ob Schwarzenegger sich danach aber Zeit für die Familie nehmen wird, bleibt offen. Immerhin antwortet er der "Berliner Zeitung" auf die Frage, ob er immer noch in die Politik zu gehen beabsichtige, er wolle sich die Option offen halten. Noch habe er Verpflichtungen im Filmgeschäft. Aus einigen Verträgen sei er nicht rausgekommen, damals, im letzten Frühjahr, "sonst wär i jetzt schon beim Vorwahlkampf dabei, um den Governor von Kalifornien."

"Das hat am Anfang nicht hingehauen"

Eine Kostprobe seiner politischen Überzeugungen gibt der Actionstar der "Süddeutschen Zeitung": Auf die Frage, ob Amerika in der Vergangenheit Fehler gemacht habe, betont Schwarzenegger die guten Absichten und die Lernfähigkeit dieses Landes. "Schauen Sie nach Vietnam, da helfen die Amerikaner jetzt, die Infrastruktur aufzubauen. Amerikaner und Vietnamesen, das hat am Anfang nicht hingehauen. Aber in Zukunft werden wir das anders machen."

Auch auf die Ursachen des Terrorismus müsse man schauen, stellt Schwarzenegger an anderer Stelle fest, auf soziale Ungleichheit und religiöse Unterschiede. "Es ist ja alles so kompliziert, jedes Land hat ja seine eigene Religion, die ja wieder ganz anders ist als unsere Religion. Man muss herausfinden, was man da machen kann." Halt findet der Schauspieler bei Friedrich Nietzsche: "Nietzsche hat gesagt: Jeder Schlag hat eine Abwehr. Aber diese Abwehr findet nicht im Kino statt, sondern in der Wirklichkeit." Da weiß man gar nicht, was man sich wünschen soll.

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