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Kölner Opernstreit Schattenintendant

 ·  Finaler Theaterdonner in Köln: Uwe Eric Laufenberg will das Bühnenbild retten. Eine Oper sucht nach zwei Millionen Euro und einem neuen Intendanten.

Artikel Lesermeinungen (5)

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Winfried Trümper
Winfried Trümper (wtruz) - 23.06.2012 19:28 Uhr

Der Pakt des Intendanten mit dem Teufel

Mutmaßung: Laufenberg wusste schon vor seiner Berufung, dass das Budget für seine Vorstellung von Großartigkeit nicht reicht. Quander auch, wollte sich aber mit Laufenberg ein künstlerisches Denkmal setzen. Also die üblichen Budget-Tricks, nach dem Motto "nehmen wir doch mal einen Landes-Zuschuss an". So haben beide haben ein skandalöses Millionen-Loch in das Stadtsäckel gerissen. Laufenberg hat sich auf den Standpunkt gestellt, dass sei nicht sein Problem. Vermutlich bezog er sich auf mündliche Nebenabreden.

Um ihren Job wie bisher ausüben zu können musste Quander schuldlos sein und Laufenberg finanziell sorgenlos. Beides gleichzeitig geht politisch nicht. Darüber sind beide Feinde geworden.

Anfänglich konnte man sich auf Laufenbergs öffentlichen Äußerungen noch einlassen. Aber über die vergangenen sechs Monate wurden die Selbstinszenierungen zur Durchsetzung seines Budget-Wunschs immer dreister und platter. Das erinnerte zuletzt mehr an eine Schmierenkomödie als an Hochkultur.

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Martin Krenz
Martin Krenz (Krenzma) - 23.06.2012 18:52 Uhr

Dramatischer Besucherrückgang und Mio.-Defizit der Kölner Oper wohl kein Thema für Frau Büning

Der Erfolg der Kölner Oper im Feuilleton mag ja da sein. Erstaunlich aber, wie unreflektiert überall über die 90% Auslastung berichtet wird. Fakt ist jedenfalls, dass innerhalb von zwei Jahren nicht nur ein Defizit von etlichen Mio. € entstanden ist, sondern die Wirtschaftsabteilung der Kölner Bühnen in der vergangenen Spielzeit einen massiven Besucherrückgang in der Oper auf nur noch 175.000 verzeichnet hat, und davon noch fast 15.000 mit Freikarten. In den Jahren davor waren es regelmäßig über 200.000 Besucher. Die Auslastung beschreibt ja nur das Verhältnis der verfügbaren zu den besetzten Plätzen und lässt sich für Journalisten und Kulturpolitiker leicht manipulieren. Erfolg beim Publikum sieht jedenfalls anders aus.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 09:10 Uhr
Martin Krenz
Martin Krenz (Krenzma) - 26.06.2012 09:10 Uhr

Die Zahlen stimmen

Sorry, Ihr Eindruck täuscht, die Zahlen kommen aus der Wirtschaftsabteilung der Bühnen. Die Auslastung beschreibt nur das Verhältnis von ANGEBOTENEN zu BESETZTEN Plätzen. Insofern kann man mit weniger Vorstellungen etwas vorgaukeln, was sich nicht in den nackten Zahlen ausdrückt. Fakt ist: letzte Spielzeit erheblicher Besucherrückgang auf 175.000, und dann noch mit massiver Freikartenausgabe, statt 200.000. Früher lag die Auslastung auch bei über 80%, aber eben mit viel mehr Besuchern, mehr Einnahmen, ohne Mio. € Defizit, halt einfach besser geführt. Und auch jetzt ist nicht alles Gold, z.B. Zauberflöte, Mahagonny usw., und bei Monteverdi konnte man sich quer legen, so leer war das.

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Steve Kirchner

Ach ja?

Dass die Kölner Oper seit Laufenberg einen Besucherrückgang haben soll, klingt schon arg abenteuerlich. Herrn Quander würde das sicher gefallen. Nur erklären Sie mir einmal, wie es dann kommt, dass das Opernhaus in den letzten drei Spielzeiten ständig gut besucht ist. Häufig ist es kaum noch möglich, überhaupt Karten für eine Vorstellung zu bekommen. Bevor Herr Laufenberg kam, habe ich nicht selten in Vorstellungen gesessen, die nicht einmal zur Hälfte besucht waren.
Ihre Behauptung eines Besucherrückgangs stimmt mit meinen eigenen Erfahrungen überhaupt nicht überein. Und ich besuche die Kölner Oper nicht ab und an, sondern mehrfach in der Woche. Was auch immer Sie hier darstellen möchten: Es stimmt einfach nicht. Fakt ist: Bevor Herr Laufenberg kam, war die Oper zur Lachnummer verkommen. Seit er da ist, ist aus dem Haus eines der besten in Deutschland geworden. Aber das passt natürlich nicht zur allgemeinen Mittelmäßigkeit, für die Rot-Grün steht.

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Daniel Cahen
Daniel Cahen (cledefa) - 23.06.2012 18:02 Uhr

Daniel


Ein als Opernintendant gescheiterter Kulturdezernent jagt mit Hilfe schmutziger

Intrigen einen äußerst erfolgreichen Intendanten und Regisseur aus dem Amt.

In meinen 37 Jahren als Kammermusiker der Städte Wuppertal und Köln

habe ich einen solchen Skandal noch nicht erlebt!Der Schaden für die Stadt

ist immens.Köln ist mal wieder die Lachnummer der Republik.Traurig!

Daniel Cahen

Ein als Opernintendant gescheiterter Kulturdezernent jagt mit Hilfe schmutziger

Intrigen einen äußerst erfolgreichen Intendanten und Regisseur aus dem Amt.

In meinen 37 Jahren als Kammermusiker der Städte Wuppertal und Köln

habe ich einen solchen Skandal noch nicht erlebt!Der Schaden für die Stadt

ist immens.Köln ist mal wieder die Lachnummer der Republik.Traurig!

Daniel Cahen

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Jahrgang 1952, Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin

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