09.04.2012 · Das allerälteste Netzwerk im neuesten Medium: Wie die Kirche auf Facebook feiert. Eine Heimsuchung.
Von Friedrike SchröterRichtlinien für Lesermeinungen
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Es ist nur ein verzweifelter Versuch die real verlorenen Leute virtuell
wieder zurück zu gewinnen. Ich werde meinen Avatar bei Second Life
in die virtuelle Kathedrale bei Facebook senden, damit er ein
Vater-Unser zum Untergang dieser an externem und internen Personalmangel
leidenden Insitution betet.
So sei es AMEN
"Die blaue Online-Kathedrale Facebook hat das soziale Miteinander
perfektioniert, ganz ohne theologischen Überbau. Hier wird
Nähe gespendet, Trost und Zuversicht. Hier wird das Sakrament der
ewigen Gesellschaft gespendet, hier wartet immer ein Mensch, oder
wenigstens Zerstreuung. Es ist eine soziale Traumwelt: Zuneigung und
Beschäftigung, dauerhaft, in Mausklicknähe."
In der Tat ist es eine Traumwelt. Doch in dieser Traumwelt gibt es auch
Fundamentalismus, Xenophobie, Antireligiosität, Intoleranz,
Hassbekundungen und mehr. Es gibt zahllose Occupyseiten,
"Aufrührer", die nur Polemisieren und die Abschaffung von
Religion fordern (und dabei den Atheismus als [wissenschaftlich]
erwiesen ansehen). Dabei wissen diese oft gar nicht, was sie wollen oder
warum sie etwas wollen. Es ist ein Aktionismus ohne geistigen
Background. Die Leute haben keine Philosophen gelesen. "Wer zum
Teufel ist Nietzsche?" "Kant? Klar kenn ich den. Was hat der
nochmal geschrieben?"Facebook hat auch Schwächen.
Kath. Kirche bei "Facebook":-))
Das passt ja. Da haben sich 2 gefunden denen das Privatleben nichts gilt
und die aus dem Wissen darum "Geschäft" machen/gemacht
haben/machen möchten.
.
In der Vergangenheit mit der "Ohrenbeichte" heute mit der "Timeline"
.
Ich stelle mir einmal vor, wieso eine Institution wie die kath. Kirche
darauf reagieren wuerde, wenn der Alltag ihrer Amtsträger auf
"Facebook" so einsehbar wäre wie dre Alltag von
"Lieschen Unbedarft Müller".
.
Kopfschüttelnde Gruesse
Sikasuu
.
Ps. Der Versuch über solch ein a"soziales" Netzwerk
Schäfchen zu erreichen, zeigt entweder:
.
1. Totales unverständniss dieses Mediums
.
Oder
.
2. Große Not an Gläubigen aka Kirchensteuerzahler.
.
Pps. Ich bin mir nicht sicher ob dieser Artikel nicht doch eine Polemik
ist. Die Spitze" seit der Erfindung des Buchdruck auf jedes Medium
angesprungen...."lässt mich nachdenken:-)