22.09.2003 · Natürlich ist auch Hollywood wieder vertreten. Aber gleich fünf Filme, die diesen Donnerstag in den deutschen Kinos starten, kommen aus Europa. Und die kleine Schweiz schickt gleich zwei Filme ins Rennen.
Klar ist auch Hollywood wieder vertreten. Aber gleich fünf Filme, die diesen Donnerstag in deutschen Kinos starten, kommen aus Europa. Und die kleine Schweiz schickt gleich zwei Filme ins Rennen.
Wolfsburg (Deutschland 2003)
Auf einem asphaltierten Feldweg überfährt Philip Wagner (Benno Fürmann) ein Kind und begeht anschließend Fahrerflucht. Der Junge kommt ins Krankenhaus, scheint Glück im Unglück zu haben: Er erwacht wieder aus dem Koma. Auch Unglücksfahrer Philip hat Glück: Ein anderes Auto wird polizeilich gesucht, seines nicht. Philips Leben geht weiter, das des Jungen nicht. Er stirbt an den Folgen des Unfalls. Seine Mutter Laura macht sich voller Gram auf die Suche nach dem Unfallfahrer, zieht von Schrottplatz zu Schrottplatz - und findet doch keine Spur. Zufällig begegnet sie Philip, der sich um sie bemüht, sie protegiert. Laura weiß allerdings nicht, auf wen sie sich einläßt.
Bruno Ganz - Behind Me (Schweiz 2002)
Drei Jahre hat der Schweizer Dokumentarfilmer Norbert Wiedmer den Schauspieler Bruno Ganz („Brot und Tulpen“) mit der Kamera begleitet: Man sieht ihn auf der Bühne, mal privat, mal nimmt er selbst die Kamera in die Hand und rückt Freunde ins rechte Licht. Immer wieder arbeitet er an der Rolle des Faust, jener Theaterfigur, die verzweifelt zu ergründen sucht, „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Ein eigenwilliges Porträt des Filmstars und bedeutenden Bühnenschauspielers.
Stille Liebe (Schweiz 2001)
Täglich fährt die gehörlose Nonne Antonia (Emmanuelle Laborit) mit dem Zug in die Stadt. Eines Tages trifft sie Mikas (Lars Otterstetd), der ebenfalls taub ist. So verschieden beide auch sind, sie verlieben sich ineinander. Eines weiß sie jedoch nicht von Mikas: Er ist beileibe kein Zirkus-Artist, wie er vorgibt, sondern ein gewiefter Taschendieb. Als ein Diebstahlopfer ihm jedoch auf die Schliche kommt, stirbt Mikas im Gefecht. Antonia ist verwirrt, traurig, hat aber von Mikas eines gelernt: Die Welt steht ihr offen, wenn sie nur will. Es gibt keinen Grund, sich hinter Klostermauern zu verstecken. Sie beschließt, ein neues Leben anzufangen und reist nach Washington, um dort an der Gehörlosenuniversität Gallaudet ein Studium zu beginnen.
Seabiscuit - Mit dem Willen zum Erfolg (Vereinigte Staaten 2003)
Amerika im Winter 1937: die Zeit der großen Depression. Millionen Menschen sind auf der Suche nach einem Job, für viele wird das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ zum Land der unbegrenzten Illusionen. Der Auto-Millionär Charles Howard (Jeff Bridges) beschließt nach dem tragischen Unfalltod seines Sohnes, sich ein Rennpferd zu kaufen. Er findet im traurigen Cowboy Tom Smith (Chris Cooper) einen idealen Trainer und in dem Pferdenarr Jonny „Red“ Pollard (Tobey Maguire) den idealen Jockey für das außergewöhnliche Pferd, das den sonderbaren Namen Seabiscuit trägt.
Wilde Bienen (Tschechien 2001)
In einem entlegenen tschechischen Dorf, weit entfernt vom Rest der Welt, steht das Ereignis des Jahres an: der Feuerwehrball. Kaja, der Sohn des selbsternannten Dorfphilosophen, ist ein schüchterner und einfacher Holzfäller, der ein Auge auf Bozka geworfen hat. Leider hat die was mit Lada, dem Dorfdandy und Michael Jackson-Imitator. Klar, daß sich Kaja mit dem nicht messen kann. Doch dann trifft sein Bruder unerwartet im Dorf ein, und der Ball kann beginnen.
Secretary (Amerika 2002)
Lee Holloway (Maggie Gyllenthaal) liebt die Selbstverletzung. Gut, der eine Schnitt geriet ihr zu tief und die Ärzte im Krankenhaus dachten, sie sei eine Suizidkandidatin - ein dummer Ausrutscher in ihren Augen. Ihr Aufenthalt in einer Psychiatrie bewirkt keine große Veränderung in ihrem Leben. Nur den Schreibmaschinenkurs absolviert sie nun endlich erfolgreich. Wieder daheim, beschließt Lee, sich einen Job zu suchen. Sie bekommt eine Stelle als Sekretärin bei dem exzentrischen Rechtsanwalt E. Edward Grey (James Spader).
Till Eulenspiegel (Zeichentrick, Deutschland 2003)
In Boomstadt wird gefeiert. Da darf Till Eulenspiegel (Sprecher: Benedikt Weber) natürlich kaum fehlen. Außerdem will der Spaßvogel seinen Großvater Marcus besuchen. Dumm gelaufen, daß dieser bei einem Experiment spurlos verschwindet. Um ihn wiederzufinden, stellt dessen Magischer Spiegel (Rick Kavanian aus der „Bullyparade“) Till drei Aufgaben. Wie gut, daß ihm die hübsche Bürgermeistertochter Nele (Veronica Ferres), der gutmütige Bäckergeselle Lamme (Oliver Mink) und Großvaters Eule Cornelius („Bullyparade“-Mime Christian Tramitz) zur Seite stehen.
Irgendwann in Mexico (USA 2003)
Als hätte Antonio Banderas in der letzten Szene des Latino-Ballerepos „Desperado“ geahnt, daß er noch einmal zurückkehren würde. „Man kann ja nie wissen“, sagte er damals und fischte seinen Waffenkoffer aus dem Straßengraben. Die Mühe hat sich gelohnt. Mit „Irgendwann in Mexico“ zieht der melancholische Killerbarde wieder eine Blutspur durch das gangsterverseuchte Killer-Biotop. Verkniffene Augen, unvermittelte Gewaltexzesse und Action, Action, Action. Der Film erzählt die gleiche Geschichte wie sein Vorgänger: Banderas als El Mariachi führt einen blutigen Privatkrieg gegen einen Drogenbaron (Willem Dafoe) und wird in die korrupten Machenschaften eines CIA-Agenten (Jonny Depp) verwickelt.