14.04.2010 · Der Auftakt ist furios, die Innenausstattungen geschmackvoll, die Garderobe der Hauptfigur wunderbar anzusehen: In „Coco Chanel & Igor Stravinsky“ erzählt Jan Kounen die Geschichte einer Affäre.
Von Peter KörteIm letzten Jahr noch hat man gesehen, wie das war, als Coco noch nicht Coco war, was trotz Audrey Tautou ein bisschen fad war.
Nun beschert einem der Regisseur Jan Kounen („Dobermann“) die Geschichte einer verhängnisvollen Affäre: „Coco Chanel & Igor Stravinsky“.
Doch schon nach dem ziemlich furiosen Auftakt mit der Skandal-Premiere von „Le Sacre du Printemps“ 1913 in Paris geht dem Film die Luft aus. Die Affäre von Coco Chanel mit dem verheirateten Komponisten (immer etwas glubschäugig: Mads Mikkelsen) lässt keine noch so abgenutzte Standardsituation aus: rasender Russe, kühle Coco, leidend-duldsame Ehefrau, verstörte Kinder.
Feuer ist da nie, ein rechter Schluss ist den Drehbuchautoren auch nicht eingefallen, aber die Innenausstattung ist sehr geschmackvoll und die Garderobe, welche die herb-aparte Anna Mouglalis tragen darf, einfach nur wunderbar anzusehen.
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Peter Körte Jahrgang 1958, Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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