Home
http://www.faz.net/-gs7-noze
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Samstag, 11. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Video-Filmkritik Nur verguckt: „Die Herzogin“ mit Keira Knightley

25.03.2009 ·  Eine unglückliche englische Adelsehe im 18. Jahrhundert: Es hätte schon einen Visconti oder Kubrick gebraucht, um Ferne und Kälte der Rituale ins Jetzt zu holen. Regisseur Saul Dibb ist nicht der Mann dafür - und Keira Knightley, bei aller Schönheit, nicht die Frau.

Von Peter Körte
Artikel Video Lesermeinungen (0)

Dass die Kamera, wie es in Hollywood heißt, eine Schauspielerin liebt, ist eben doch etwas anderes, als wenn sich Kamera und Regie bloß in eine Schauspielerin vergucken wie in „Die Herzogin“. Alles dreht sich um Keira Knightley, sie ist schön und selbstbewusst als Georgiana Spencer, die Ende des 18. Jahrhunderts den Herzog von Devonshire (Ralph Fiennes) heiratet. Der erwünschte Sohn lässt auf sich warten, der Herzog nimmt sich eine Mätresse, die junge Frau einen Geliebten - die vorrevolutionäre Welt wankt und fällt nicht.

Es hätte schon einen Visconti oder Kubrick gebraucht oder den Scorsese aus „Zeit der Unschuld“, um Ferne und Kälte der Rituale ins Jetzt zu holen. Saul Dibb ist nicht der Mann dafür - und Keira Knightley, bei aller Schönheit, nicht die Frau.

Ab Donnerstag im Kino

Quelle: F.A.Z.
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1958, Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

Jüngste Beiträge

Wulffs Ensemble

Von Martin Otto

Schon Bertholt Brechts Dogsborough konnte Geschenke guter Freunde nicht ablehnen. „Dieses Landhaus hätt’ ich nicht nehmen dürfen“, bekennt die an Reichspräsident Hindenburg angelehnte Figur. Mehr 9