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Video-Filmkritik Charme verspielt: „Vertraute Fremde“

19.05.2010 ·  Ein Familienvater findet sich in der eigenen Vergangenheit wieder: in schicksalhaften Tagen als Vierzehnjähriger. Er versucht, seine Familie zu retten.

Von Peter Körte
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Die Prämisse ist ja ganz charmant. Ein Comiczeichner (Pascal Greggory) in der Midlife-Krise nimmt den falschen Zug und landet nicht nur am Ort seiner Kindheit, sondern auch im Körper seines 14-jährigen Ichs.

Eine Zeitreise ohne Science-Fiction-Kolorit, ein Versuch, das Geheimnis des verschwundenen Vaters zu klären, ohne das Paradox jeder Zeitreise zu strapazieren. Sam Garbarskis Film „Vertraute Fremde“ macht jedoch nicht viel daraus.

Der Erwachsene im Jungen ist zu begriffsstutzig, Alexandra Maria Lara zu jung und rehäugig als Mutter, und wenn am Ende alle losen Fäden säuberlich zum Schleifchen gebunden werden, ist der Charme restlos dahin.

Ab Donnerstag im Kino

Quelle: F.A.S.
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Jahrgang 1958, Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

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