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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Video-Filmkritik: „Die Wand“ Das Ende der Welt ist der Anfang des Waldes

 ·  Solo für Martina Gedeck: Julian Roman Pölsler hat Marlen Haushofers Roman „Die Wand“ verfilmt. Aus dem Kultbuch der Frauen- und Ökologiebewegung wird ein Naturgemälde der Einsamkeit.

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Andrea Fink

Der Furor der Martina Gedeck

Pölsners Film 'Die Wand' nach dem Roman von M. Haushofer leuchtet die psychische Befindlichkeit der einzigen Protagonistin scharf aus. Dies geschieht in ruhigen, fließenden Bildern, wenig Mimik- und Gebärdensprache, Konzentration auf zwei Handlungsorte. Thema, so Pölsner, ist eine Depression, ein Rückzug des Ich hinter unsichtbare Mauern. Als Grund für diese Depression deutet Pölsner erlittene Gewalt und somit ein Trauma an.
Die Rezeption nun kann von zwei Standpunkten aus erfolgen: Von diesseits, oder jenseits der Wand. Zwischen dem zu Beginn des Films, angesichts des alten Bauern an der Pumpe, geäußerten Satz "Der Tod kam bestimmt schnell, liebevoll und zärtlich" und dem in einem Furor erfolgten Totschießen des brutalen Eindringlings in das kleine Reich auf der Alm gegen Ende des Films liegt die ganze Hölle hinter der gläsernen Wand.
Gedeck spielt in ihrer Zurückgenommenheit grandios. Naturkulisse und begleitende Tiere sind lediglich Beiwerk zur Darstellung intensiver Gefühle.

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christa schäfer-roth

Das Ende der Welt

Sehr geehrter Herr Kilb,

In Ihrem Artikel "Das Ende der Welt" schreiben Sie über eine" Schulzeit , die lange vorbei ist..",als man noch Schulbücher einband ect.
Da ich im Schuldienst bin , weiß ich , dass wir auch heute (=2012) peinlich darauf achten , dass die Bücher ordentlich eingebunden sind , sie müssen nämlich mindestens 6 Jahrgänge durchlaufen und dementsprechend geschützt werden. Denn , wer zahlt die mindestens 20 € teuren Bücher ? Doch Sie und wir , die Steuerzahler!
Und der Inhalt kann gar nicht so schnell unbrauchbar werden , zumindest nicht für die ( oft ungebildete ) Klientel, die ich unterrichte. Es steht immer noch genügend "Brauchbares" darin,versichere ich Ihnen.

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gisbert heimes

Verquaste Kritik

Geht gleich los mit der kaum anders als abschätzig zu verstehenden Apostrophierung des Romans als "Kultbuch der Frauen- und Ökologiebewegung". Die gabs anfangs der 60er noch nicht, und soweit sie sich des Romans in den 70ern bemächtigt haben sollte, greift das entschieden zu kurz, um nicht zu sagen, völlig daneben. Auch wenn das Buch nach Meinung des Rezensenten "bis heute .... gerührte und andächtige Leserinnen" findet. Dann hat er wie diese nicht alles verstanden. Steht zu fürchten, auch den Film von Pölsner nicht, nachdem ich den Regisseur heute Morgen im Radio gehört habe.

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Jahrgang 1961, Feuilletonkorrespondent in Berlin.

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