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Kinocharts : Der Wahlkampf als Horror-Kulisse

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Auch das hiesige Publikum lockt der Grusel in den Kinosaal: Knapp 217.000 Menschen haben sich „The Purge: Election Year“ schon angesehen. Bild: dpa

Schon wieder schafft es ein Horror-Schocker nach ganz oben: „The Purge: Election Year“ sichert sich Platz eins in Deutschland. Auf dem ersten Platz der nordamerikanischen Kinocharts hält sich weiterhin „Sully“.

          Gleich zwei Neueinsteiger haben es an die Spitze der deutschen Kinocharts geschafft. Mit „The Purge: Election Year“ landete der dritte Film aus der Horror-Reihe auf Platz eins, wie Media Control mitteilte. Den Gruselschocker, in dem sich eine Präsidentschaftsanwärterin im futuristischen Amerika dafür stark macht, das ungestrafte Töten abzuschaffen, haben sich knapp 217.000 Menschen angesehen.

          Auf Platz zwei folgt die Verfilmung des Romans „SMS für dich“. Mehr als 173.750 Zuschauer sahen sich das Regie-Debüt der Schauspielerin Karoline Herfurth in der ersten Woche an. Auch die Hauptrolle der um ihren toten Freund trauernden Clara hat Herfurth übernommen. An ihrer Seite spielen Friedrich Mücke, Frederick Lau und Nora Tschirner.

          Der dritte Neueinsteiger kommt auf Platz fünf: Für die Roman-Verfilmung „Tschick“ konnten sich in der ersten Woche etwa 123.340 begeistern. Der vorige Woche noch auf Platz eins geführte Thriller „Nerve“ mit Emma Roberts und Dave Franco rutschte mit etwa 159.100 Besuchern auf den dritten Rang ab. Der seit acht Wochen in den Charts rangierende Animationsfilm „Pets“ belegt unverändert den vierten Platz.

          Oliver Stones Polit-Thriller „Snowden“ um den gleichnamigen Enthüller der amerikanischen Spionageprogramme ist bei seinem Kinostart in den Vereinigten Staaten und in Kanada hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Mit einer eingespielten Summe von acht Millionen Dollar (7,2 Mio Euro) schaffte es der Film mit Joseph Gordon-Levitt am Wochenende lediglich auf den vierten Platz der nordamerikanischen Kinocharts. Es sei der schlechteste Start eines Oliver-Stone-Films bisher, berichtete der „Hollywood Reporter“.

          Parallel zu dem Film hatten die Unterstützer von Edward Snowden eine Kampagne gestartet, um den amerikanischen Präsidenten Barack Obama zur Begnadigung des Whistleblowers zu bewegen, der per Haftbefehl gesucht wird. Die beteiligten Menschenrechtsorganisationen hoffen, dass der Film ihrem Anliegen neuen Schwung verleihen wird. Die Dokumentation „Citizenfour“ um die Enthüllungen und die Flucht Snowdens im Jahr 2013 hatte vergangenes Jahr einen Oscar gewonnen. Snowden hält sich derzeit im Asyl in Russland auf.

          Auch der neue Horror-Streifen um die Hexe „Blair Witch“ und der dritte Teil der Bridget-Jones-Reihe, die den zweiten beziehungsweise dritten Platz der nordamerikanischen Kinocharts belegten, enttäuschten die Erwartungen. „Blair Witch“ spielte 9,6 Millionen Dollar (8,6 Mio Euro) ein, „Bridget Jones' Baby“ mit Renée Zellweger und Patrick Dempsey kam auf 8,2 Millionen Dollar (7,4 Mio Euro).

          Unangefochten auf dem ersten Platz hielt sich die Verfilmung der spektakulären Notlandung des amerikanischen Piloten Chesley Sullenberger, die 2009 als das „Wunder vom Hudson“ gefeiert wurde. Das Drama „Sully“ von Regisseur Clint Eastwood mit Tom Hanks in der Rolle des Piloten spielte am zweiten Wochenende 22 Millionen Dollar (19,7 Mio Euro) ein. Sullenberger musste einen Airbus A320 im New Yorker Hudson River notlanden, nachdem Vögel in die Triebwerke geraten waren. Alle 150 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück.

          Der Horrorschocker „Don't Breathe“ rutschte an seinem vierten Wochenende vom dritten auf den fünften Platz. Der Thriller „When the Bough Breaks“ mit Morris Chestnut und Regina Hall über ein junges Paar, das von einer Leihmutter terrorisiert wird, wurde vom zweiten auf den sechsten Platz verdrängt.

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