http://www.faz.net/-gqz-8bwzu

„Star Wars“-Schöpfer : George Lucas ringt um Fassung

  • Aktualisiert am

Archivbild von 2005: George Lucas bei der Londoner Kinopremiere seines Films „Die Rückkehr der Sith“ Bild: dpa

Erst kritisierte George Lucas die Disney-Fortführung seiner Filmreihe „Star Wars“ als zu rückwärtsgewandt und bezeichnete das Unternehmen als „Menschenhändler“. Jetzt rudert er zurück: In Wahrheit sei er begeistert.

          Für mehr als vier Milliarden Dollar hatte George Lucas 2012 seine Produktionsfirma Lucasfilm und damit auch die Rechte an der „Star Wars“-Saga an Disney verkauft. Der Konzern begann daraufhin sofort mit den Vorbereitungen für „Das Erwachen der Macht“ – und interessierte sich nicht für die Vorschläge des Schöpfers. Das berichtete George Lucas in einem Fernsehinterview. Er habe sich auch gar nicht einmischen wollen: So sei das nun mal nach Trennungen, man dürfe dann nicht mehr anrufen und nerven.

          Trotzdem schoss er in dem Interview heftig gegen Disney: Die neue Episode sei ein Retro-Film, der nichts Neues biete. Die Filme seien für ihn wie seine Kinder gewesen, und nun habe er sie an Menschenhändler verkauft. Zu dieser Entscheidung steht Lucas nach wie vor: Er war beim Verkauf siebzig Jahre alt und wollte sich noch anderen Projekten widmen. Doch „Das Erwachen der Macht“ gefalle ihm nicht.

          Jetzt, nur wenige Tagen nach Ausstrahlung des Interviews, entschuldigte George Lucas sich für seine Äußerungen. Er habe mit dem Wort Menschenhändler eine „sehr unangemessene Analogie“ benutzt und sei begeistert darüber, dass Disney das Franchise für „Star Wars“ habe. Er habe großen Respekt vor der Firma, der kommerzielle Erfolg des Films habe ihn „umgehauen“. Zu dessen Qualität jedoch verlor der Filmemacher kein Wort.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          TV-Kritik „Dunja Hayali“ : Vor Ort ist nirgends

          Dunja Hayali hat jetzt eine monatliche eigene Sendung, in der sie aktuellen Nachrichten nachgeht, um aus einer Beobachterin zu einer Betroffenen zu werden. Nur bleibt unklar, was einen Menschen zum Betroffenen macht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.