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Sonntag, 12. Februar 2012
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Schleichwerbung EU-Kommissarin für gezieltes Product Placement in Spielfilmen

26.09.2005 ·  EU-Kommissarin Viviane Reding hat ihre Pläne präzisiert, die Product-Placement-Beschränkungen im Fernsehen zu lockern. Die gezielte Plazierung von Markenprodukten in Unterhaltungsserien und Spielfilmen will sie zulassen.

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Die für Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding hat ihre Pläne präzisiert, die Beschränkungen für das sogenannte Product Placement im Fernsehen zu lockern. Sie könne sich vorstellen, die gezielte Plazierung von Markenprodukten bei Unterhaltungsserien, Spielfilmen und in anderen fiktionalen TV- Programmen zuzulassen, sagte Reding am Montag auf einem Kongreß des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin.

In Nachrichten und Informationssendungen sollte es hingegen weiterhin keine Schleichwerbung geben. Schleichwerbung ist seit 1989 im Fernsehen aller EU-Staaten untersagt. Die deutschen Zeitungsverleger machen seit Monaten gegen Überlegungen in Brüssel zu einem Kurswechsel Front. Was bei der geplanten Neuregelung der EU-Fernsehrichtlinie unter den Begriffen Liberalisierung und Deregulierung angeboten werde, bedeute in der Konsequenz eine Aufhebung der sauberen Trennung von Werbung und Programminhalten, kritisierte BDZV-Präsident Helmut Heinen auf dem Berliner Zeitungskongreß. Nicht nur das Fernsehen, sondern alle Medien würden durch eine solche Regelung verlieren, weil ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt würde.

Unter Reding keine neuen Werbeverbote

Reding wies die Kritik zurück. Schleichwerbung finde in Europa gegenwärtig in einer rechtlichen Grauzone statt. „Deshalb müssen wir gesetzlich klarstellen, was gestattet ist und was nicht.“ Eine abschließende Meinungsbildung der EU-Kommission gebe es noch nicht. Sie selbst habe auch noch keinen schriftlichen Entwurf erarbeitet, sagte Reding. Die EU-Kommissarin erinnerte an die Proteste der Zeitungsverleger gegen das Werbeverbot für Tabak. „Solange ich Kommissarin für Medienpolitik bin, wird es aus Brüssel keine neuen Vorschläge für Werbeverbote geben“, betonte Reding vor mehr als 500 Verlegern, Chefredakteuren und Medienmanagern. Eine solche Liberalität müsse dann aber auch für die anderen Medien wie etwa das Fernsehen gelten.

Den neuen Bundestag und die Bundesregierung forderte der BDZV auf, sich erneut um eine Novellierung der Pressefusionskontrolle zu kümmern, über die es im Vermittlungsausschuß von Bundestag und Bundesrat in den vergangenen Monaten keine Einigung gab. Für die Verleger bleibe entscheidend, daß Kooperationen erleichtert werden sollten. „Dies ist der richtige Weg, um publizistische Vielfalt zu bewahren“, sagte Heinen. Der BDZV-Präsident appellierte zudem an den Gesetzgeber, am reduzierten Mehrwertsteuersatz für Presseerzeugnisse festzuhalten.

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Wulffs Ensemble

Von Martin Otto

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