17.05.2006 · ARD und ZDF haben die Abschaffung der gesetzlich festgelegten Obergrenze für ihre Internet-Ausgaben gefordert. Derzeit dürfen die Sender 0,75 Prozent ihres Haushalts online investieren.
ARD und ZDF haben die Abschaffung der gesetzlich festgelegten Obergrenze für ihre Internet-Ausgaben gefordert. Angesichts der Medienrevolution sei die „Deckelung“ medienpolitisch nicht mehr zu akzeptieren, sagte der stellvertretende Vorsitzende der ARD/ZDF-Medienkommission, Helmut Reitze, am Mittwoch in Frankfurt.
Der Rundfunk-Staatsvertrag beschränkt die Online-Aufwendungen von ARD und ZDF auf 0,75 Prozent ihres Haushalts. Nach den Worten Reitzes ist es angesichts des „digitalen Tsunami“ für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk von existenzieller Bedeutung, auf allen neuen Vertriebswegen vertreten zu sein. Dies gelte insbesondere für die mobilen Empfangsmöglichkeiten des Internets sowie für das Handy-TV, sagte der Intendant des Hessischen Rundfunks.
ARD und ZDF feierten am Mittwoch in Frankfurt das rund vierzigjährige Bestehen ihrer „Langzeitstudie Massenkommunikation“, die die Mediennutzung der Bevölkerung untersucht. Diese Studie sei weltweit einzigartig, sagte ZDF-Intendant Markus Schächter.
Die Enteignungsmaschinerie läuft warm
Frank Martin (FrankMartin)
- 17.05.2006, 23:50 Uhr