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Lois Maxwell „Miss Moneypenny“ ist tot

30.09.2007 ·  Lois Maxwell, bekannt geworden als Miss Moneypenny in zahlreichen Bond-Filmen, ist im Alter von 80 Jahren in einem Krankenhaus nahe Perth in Australien gestorben. Die gebürtige Kanadierin spielte in 14 James-Bond-Filmen die Vorzimmer-Dame des Geheimdienstchefs M.

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Die einen stiegen für James Bond im Bikini aus dem Wasser, die anderen erledigten adrett gekleidet die Büroarbeit. Die Schauspielerin Lois Maxwell gehörte zu den letzteren. Als Geheimdienst-Sekretärin Miss Moneypenny flirtete sie in zahlreichen James-Bond-Filmen dennoch stets mit dem attraktiven Agenten - auch wenn der laut Drehbuch nie ernsthaft an ihr interessiert sein durfte. Am Samstag starb Maxwell im Alter von 80 Jahren in einem Krankenhaus nahe Perth in Australien. Für James-Bond- Fans hatte sie Kultstatus.

Die gebürtige Kanadierin, die in 14 James-Bond-Filmen die Vorzimmer-Dame des Geheimdienstchefs M spielte, hatte wohl eine der berühmtesten Nebenrollen der Filmgeschichte inne. Ex-Bond-Darsteller Roger Moore, ein enger Freund der Schauspielerin, sagte der BBC, Maxwells Tod sei ein „Schock“. Für die Bond-Filme sei sie ein „großer Gewinn“ gewesen. „Sie war eine wunderbare, absolut perfekte Besetzung.“ Maxwell sei nach Australien zu ihrem Sohn gezogen, weil sie an Krebs litt.

Premiere in Dr. No

Ihre James-Bond-Premiere hatte Maxwell 1962 an der Seite von Sean Connery in dem ersten Agenten-Film „James Bond jagt Dr. No“. Sie spielte in mehr Filmen mit als jeder Bond-Mime. Im Gegensatz zu den sexy Bond-Girls war Miss Moneypenny äußerst brav gekleidet, doch ihre Dialoge mit „James“ sind legendär.

Bis 1985 erledigte Maxwell brav ihre Vorzimmer-Dienste, im Alter von 58 Jahren wurde sie jedoch zu ihrer großen Enttäuschung ausgemustert und durch die 26-Jährige Caroline Bliss ersetzt. „Es war eine große Schande, dass sie sie in den Timothy-Dalton-Filmen nicht behalten haben, als ich nicht mehr Bond war“, sagte Moore.

In Kanada geboren

Maxwell wurde 1927 in Kanada geboren und begann gegen den Willen der Eltern ihre Karriere im Kinderradio. Mit 15 Jahren zog sie mit dem Entertainment-Corps der kanadischen Armee nach Großbritannien. Später schaffte sie es dort auf die renommierte Royal Academy of Dramatic Art, wo sie ihren späteren Film-Herren Moore kennen lernte.

Nachdem sie 1947 den Newcomer-Preis beim Golden Globe Award gewann, zog es sie nach Hollywood, wo sie in sechs Produktionen spielte. Später ging sie nach Italien und anschließend wieder nach England und Kanada. Ihre letzte Filmrolle spielte Maxwell 2001 neben Jeremy Irons and Jason Priestley in dem Thriller „The Fourth Angel“. In Australien schrieb die Schauspielerin, die lange Zeit Kolumnistin der Zeitung „Toronto Sun“ war, zuletzt an ihrer Autobiografie. Maxwell hinterlässt zwei Kinder.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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