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Soldat und Schauspieler : „Full Metal Jacket“-Star Lee Ermey gestorben

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Bild: AP

Eigentlich sollte er Regisseur Stanley Kubrick bei „Full Metall Jacket“ nur beraten, doch schließlich spielte der frühere Soldat selbst den sadistischen Ausbilder. Nun ist R. Lee Ermey mit 74 Jahren gestorben.

          Der amerikanische Schauspieler Lee Ermey, der als brutaler Drill-Sergeant in dem Kriegsfilm „Full Metal Jacket“ bekannt wurde, ist tot. Wie sein langjähriger Manager Bill Rogin auf Ermeys Twitter-Account bekannt gab, starb der Schauspieler am Sonntag an den Folgen einer Lungenentzündung. Er wurde 74 Jahre alt. Auf Facebook fügte Rogin hinzu, dass Ermey in der Rolle des Gunnery Sergeant Hartman knallhart wirkte, in Wirklichkeit sei er jedoch ein gütiger, lieber Mensch gewesen.

          In Stanley Kubricks „Full Metal Jacket“ (1987) über die Ausbildung und den Einsatz von Marines im Vietnamkrieg, glänzte Ermey als sadistischer Vorgesetzter, der die Rekruten brutal fertig macht. Der Auftritt brachte ihm eine Golden-Globe-Nominierung ein. Eigentlich sollte er Kubrick und die Schauspieler nur beraten, doch Ermey überzeugte den Regisseur.

          Ermey gehörte selbst von 1961 bis 1971 dem Marine Corps an. Regisseur Francis Ford Coppola heuerte ihn als Berater für seinen Kriegsfilm „Apocalypse Now“ (1979) an und gab ihm eine Rolle als Hubschrauberpilot. Der Militärausbilder spielte danach in Dutzenden Produktionen mit, darunter in den Filmen „Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses“, „Switchback - Gnadenlose Flucht“ und „Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre“. In der Pixar-Animation „Toy Story“ gab er dem Anführer der Spielzeugsoldaten seine Stimme.

          Als Vorstandsmitglied der einflussreichen amerikanischen Waffenlobby NRA war er zudem Moderator von Waffenshows im Fernsehen.

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