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Kinovorschau Superlative und Mysterien

29.05.2007 ·  In „Golden Door“ glauben Einwanderer, dass in Amerika Äpfel in der Größe von Fußbällen wachsen. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Jake Gyllenhaal jagt einen Serienkiller und Jürgen Prochnow sponsort ein Tropenparadies im deutschen Niemandsland.

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In „Golden Door“ glauben italienische Einwanderer, dass in Amerika Äpfel in der Größe von Fußbällen wachsen. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Jake Gyllenhaal jagt einen Serienkiller, und Jürgen Prochnow sponsort ein Tropenparadies im deutschen Niemandsland.

Golden Door

Drama, Italien / Frankreich 2006.

Ende des 19. Jahrhunderts verlässt Familie Manusco ihre Heimat Sizilien und bricht in das Land der angeblich
unbegrenzten Möglichkeiten auf. Salvatore (Vincenzo Amato) und seiner Familie fällt der Abschied schwer, und schon die Überfahrt auf dem Schiff ist eine harte Prüfung. Auf Ellis Island vor New York warten Hunderte von Einwanderer darauf, durch die Goldene Tür zu kommen und damit in die verheißungsvolle Großstadt. Auch die mysteriöse Engländerin Lucy (Charlotte Gainsbourg, „The Science of Sleep“) wartet auf diese Chance. Der italienische Regisseur Emanuele Crialese („Once We Were Strangers“) geht in „Golden Door“ der Frage nach, wie es Menschen gelingt, ein neues Leben in einem fremden Land aufzubauen, ohne ihre ursprüngliche Identität zu verlieren.

Zodiac - Die Spur des Killers

Thriller, Vereinigte Staaten 2007.

Regisseur David Fincher („Sieben“) widmet „Zodiac - Die Spur des Killers“ einem amerikanischen Serienmörder, den es wirklich gegeben hat. Der Killer, der sich selbst „Zodiac“ nannte, wurde nie gefasst. 1968 wütete er in San Francisco und verschickte rätselhaft kodierte Briefe über seine Taten an die Medien.

Beim „San Francisco Chronicle“ wird Starreporter Paul (Robert Downey jr., „Gothika“) auf die Story angesetzt, doch auch sein Kollege, der Karikaturist Robert (Jake Gyllenhaal, „Brokeback Mountain“), zeigt großes Interesse. Beide recherchieren parallel zur Polizei und dem spezialisierten Inspektor Toschi (Mark Ruffalo) - und werden immer tiefer in die Verbrechen verwickelt.

Schröders wunderbare Welt

Drama, Deutschland 2006.

Regisseur Michael Schorr („Schultze Gets the Blues“) siedelt seine Geschichte „Schröders wunderbare Welt“ im kargen Niemandsland des deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebiets an. Frank Schröder (Peter Schneider, „Der rote Kakadu“) kehrt mit großen Plänen in sein Dorf zurück. Er möchte ein künstliches Tropenparadies mit karibischem Flair bauen, damit Tauchritz zum Anziehungspunkt für Touristen wird.

Zunächst trifft Schröder auf Unverständnis und Skepsis, doch nach und nach kann er Vertreter aus allen drei Ländern überzeugen, und gemeinsam planen alle ein großes Fest, um dem entscheidenden Mann ein zünftiges Willkommensfest zu bieten: Ein amerikanischer Investor (Jürgen Prochnow, „Das Boot“) soll das nötige Geld flüssig machen.

GG 19

Episodenfilm, Deutschland 2007.

Die Idee des Filmprojekts „GG 19 - 19 gute Gründe für die Demokratie“ ist anlässlich des 55. Geburtstags des Grundgesetzes im Jahr 2004 entstanden. Junge Filmemacher sollten sich mit den ersten 19 Artikeln der bundesdeutschen Verfassung beschäftigen und dazu jeweils einen Film drehen.

Die Fertigstellung des Projektes durch den Initiator und Nachwuchsproduzenten Harald Siebler, der auch bei zwei Episoden Regie führte, dauerte jedoch etwas länger. In einer Episode wirkt in einer Gastrolle Bundesjustizministerin Brigitte Zypries mit, außerdem zu sehen sind deutsche Schauspieler wie Anna Thalbach, Karoline Eichhorn oder Tobias Oertel.

Goal 2

Drama, Großbritannien 2006.

Der spanische Regisseur Jaume Collet-Serra („House of Wax“) ist für den zweiten Teil der Fußball-Trilogie ausgewählt worden, die Darsteller-Crew von „Goal!“ ist im wesentlichen dieselbe geblieben.

Santiago (Kuno Becker) schwebt im siebten Himmel. Nicht nur steht seine Verlobung mit Roz (Anna Friel) kurz bevor, auch beruflich hat er Grund zum Feiern: Real Madrid verpflichtet ihn und gibt ihm die Möglichkeit, neben seinen Idolen Beckham, Zidane und Raúl im gleichen Trikot zu spielen. Ihm werden Ruhm, Beifall und viel Geld zuteil, doch genauso schnell lernt Santiago die Kehrseite des Erfolgs kennen.

S.H.I.T. - Die Highschool GmbH

Komödie, Vereinigte Staaten 2006.

Das Regiedebüt des Drehbuchautoren Steve Pink („High Fidelity“) handelt von der Situation, trotz zahlreicher Bewerbungen nur Absagen zu bekommen. Bartleby (Justin Long, „Idiocracy“) und seine Freunde haben das Pech und allesamt nach dem Highschool-Abschluss ohne Studienplatz dazustehen.

Sie machen aus der Not eine Tugend und gründen selbst eine Universität. Für die Räumlichkeiten treiben sie ein leer stehendes Krankenhaus auf, als Direktor fungiert der Onkel eines Kumpels - und schon öffnet das South Harmon Institute of Technology seine Pforten. Schnell spricht sich bei Hunderten von abgelehnten Schulabsolventen die neue Chance auf einen Studienplatz herum, und das Chaos nimmt seinen Lauf.

Unbesiegbar - Der Traum seines Lebens

Drama, Vereinigte Staaten 2006.

„Unbesiegbar“ ist das Regiedebüt von Kameramann Ericson Core („The Fast and the Furious“) und soll auf einer wahren Begebenheit beruhen. Vince (Mark Wahlberg, „The Departed“) erlebt gerade einen Tiefpunkt: Er hat seinen Job verloren und wurde von seiner Frau verlassen. Als Barkeeper hält er sich über Wasser, und nur sein Lieblings-Football-Team kann ihn noch begeistern.

Umso verlockender ist für Vince die Neuigkeit, dass der neue Coach Dick (Greg Kinnear, „Little Miss Sunshine“) bei einem öffentlichem Training einen neuen Spieler für das Football-Team sucht. Dick erkennt Vinces Ehrgeiz und Begabung, nimmt ihn auf und unterstützt ihn dabei, den Glauben an sich selbst zurückzuholen und sich gegen die Widerstände im Team durchzusetzen.

Valley of Flowers

Drama, Deutschland / Frankreich / Indien / Großbritannien 2005.

Der indische Regisseur und Drehbuchautor Pan Nalin („Ayurveda: Art of Being“) begibt sich in „Valley of Flowers“ auf eine Zeitreise. Anfang des 19. Jahrhunderts lebt Jalan (Milind Soman) als Anführer einer Räuberbande in den Wüsten des Himalajas. Als Ushna (Mylène Jampanoi) zu der Gruppe stößt, geraten sie aus dem Gleichgewicht.

Die Frau ohne Bauchnabel nimmt Jalan derart gefangen, dass er das Interesse an allem Materiellen verliert. Als Ushna Opfer eines Unfalls wird, wandert der unglückliche Jalan fortan als lebender Geist in verschiedenen Erscheinungsformen durch Zeit und Raum.

Prinzessinnenbad

Dokumentarfilm, Deutschland 2007.

Seit ihrer Kindheit sind Klara, Mina und Tanutscha beste Freundinnen. Sie leben in Berlin-Kreuzberg und verbringen fast jede freie Minute miteinander. Alles dreht sich um Jungs und um das Erwachsenwerden. Allerdings unterscheidet sich ihre Welt auch von der vieler Jugendlicher, denn Kreuzberg ist ein Problembezirk, in dem die unterschiedlichsten Kulturen aufeinander prallen.

Die vertraute und gleichzeitig fremd wirkende Welt hält Regisseurin Bettina Blümner in ihrem ersten langen Dokumentarfilm fest und erhielt dafür eine Auszeichnung auf der diesjährigen Berlinale (siehe auch: Ein Treffen mit den Protagonistinnen von „Prinzessinnenbad“).

Söhne

Dokumentarfilm, Deutschland 2007.

Volker Koepp hat mit „Söhne“ eine deutsch-polnische Familiengeschichte verfilmt. 1945 muss Elisabeth Paetzold mit ihren zwei ältesten Söhnen vor den Russen in den Westen flüchten, die beiden jüngeren Söhne lässt sie in Obhut der Großeltern auf dem westpreußischen Landsitz in Celbau zurück.

Als sie nach Kriegsende in Polen nach ihren Söhnen sucht, gerät sie in Schwierigkeiten und kommt unter Spionageverdacht ins Gefängnis. Die beiden Söhne waren in einem polnischen Waisenhaus und wurden längst zur Adoption freigegeben. Erst nach jahrelanger Suche ist die Familie wieder vereint, doch nichts ist wie vorher.

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