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Kinovorschau Nur die Stärksten überleben

05.10.2004 ·  Ein Heimatloser auf dem Flughafen, ein traumatisierter Amerikaner, geächtete schwule Kicker, getrennte Zwillinge: Einsam und verlassen, doch wehrhaft zeigen sich die Helden der Filme, die am Donnerstag starten.

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Ein Heimatloser auf dem Flughafen, ein traumatisierter Amerikaner, geächtete schwule Kicker, getrennte Zwillingsschwestern: Einsam und verlassen, doch wehrhaft zeigen sich die Helden der Filme, die am Donnerstag starten. Die Kinovorschau von FAZ.NET.

Land of Plenty

Drama, Vereinigte Staaten/Deutschland 2004.

Der traumatisierte Vietnam-Veteran Paul sieht überall nur noch Feinde und hat sich nach dem 11. September vollends in seine Paranoia eingepuppt. Er sitzt in seinem Lieferwagen, den er mit Überwachungs-Utensilien vollgestopft hat, und hält Ausschau nach Verdachtspersonen.

Paul ist seine eigene Ein-Mann-Heimatfront, ein Phantomjäger, ein Schattenmann, er ist ein Freak, und er symbolisiert alles, was schiefgelaufen ist in diesem Land. Der Filmregisseur Wim Wenders arbeitet im eigenen Genre, dem sogenannten Wendersfilm. Daß die Geschichte ein wenig auf der Stelle tritt, darf als Vorrecht eines Mannes gelten, der ein paar der schönsten Filme der Welt gemacht hat. Denn es gibt auch in „Land of Plenty“ Momente, bei denen einem schier der Atem stockt. Mit John Diehl, Michelle Williams und Richard Edson.

Terminal

Drama, Vereinigte Staaten 2004.

Der Osteuropäer Viktor Navorsky gerät in die Fänge der amerikanischen Einwanderungsbehörden. Weil ein Umsturz seinen leider gar nicht so fiktiven Kaukasus-Staat Krakozia über Nacht ins Chaos gestürzt hat, sind Viktors Papiere ungültig geworden, und zwar sowohl für die Ein- wie für die Rückreise. Der anfangs komplett hilflose Tourist - „Bürger von nirgendwo“ - muß sich fortan in der „International Tourist Lounge“ des New Yorker Kennedy-Flughafens einrichten.

Den Erfolgsregisseur Steven Spielberg hat wohl vor allem die anthropologische Versuchsanordnung gereizt: Wie setzt sich der Reflex zum Nestbau auch am zugigsten Ort des Planeten durch? Doch „Terminal“ ist zugleich zu kurz und doch mit über zwei Stunden viel zu lang geraten, weil Spielbergs gewohnte Atemlosigkeit hier auf der Stelle treten muß. Seine Trumpfkarte in diesem aviatorischen Märchen heißt Tom Hanks, der als Navorsky ein chamäleoneskes Meisterstück liefert. Mit Catherine Zeta-Jones, Stanley Tucci und Chi McBride.

Cinderella Story

Komödie, Vereinigte Staaten 2004.

Das Aschenputtel dieses Films ist die Schülerin Sam, die von Stiefmutter und -schwestern tyrannisiert wird und plötzlich ihren Märchenprinzen kennenlernt - wie es sich heute gehört, im Internet-Chat. Regie Mark Rosman, mit Hilary Duff, Jennifer Coolidge und Chad Michael Murray.

Männer wie wir

Komödie, Deutschland 2004.

Als schwuler Fußballspieler hat man's schwer in der Provinz: Torwart Ecki verliert nach seinem Outing den Stammplatz beim Fußballverein im Münsterland. Sogleich faßt er den Plan, ein eigenes Team zu gründen - aus lauter homosexuellen Kickern. Komödie von Sherry Hormann mit Maximilian Brückner, Lisa Maria Potthoff und Dietmar Bär.

Die kalte See

Familiendrama, Island/Frankreich/Norwegen 2002.

Der alte Fischer Thordor will, daß eines seiner Kinder seine Firma übernimmt, doch die haben andere Pläne. Regie Baltasar Kormakúr, mit Gunnar Eyjólfsson, Hélène de Fougerolles und Hilmir Snær Guðnason.

Only the strong survive

Dokumentarfilm, Vereinigte Staaten 2002.

Die renommierten Dokumentarfilmer D.A. Pennebaker und Chris Hegedus haben sich auf eine Reise begeben zu den Überlebenden des Motown-Soul, der in den sechziger Jahren die Welt eroberte - von Jerry Butler über Isaac Hayes bis zu Wilson Pickett.

Owning Mahowny

Drama, Kanada/Großbritannien 2004.

Der spielsüchtige Bankangestellte Dan Mahowny beginnt, immer größere Kredite an sich selbst zu vergeben - und betrügt seine Bank um insgesamt 18 Millionen Dollar. Richard Kwietniowski verfilmte eine wahre Geschichte mit Philip Seymour Hoffman, Minnie Driver und Maury Chaykin.

Die Zwillinge

Drama, Niederlande/Luxemburg 2002.

Die Zwillinge Anna und Lotte werden nach dem Tod ihrer Eltern getrennt. Anna wächst im nationalsozialistischen Deutschland auf, Lotte in Holland. Erst nach Jahren finden beide wieder zusammen. Regie Ben Sombogaart, mit Thekla Reuten, Nadja Uhl und Ellen Vogel.

Der Typ vom Grab nebenan

Komödie, Schweden 2004.

Romantische Komödie über eine einsame Bibliothekarin, die sich unerwarteterweise in einen Bauern verliebt. Regie Kjell Sundvall, mit Elisabeth Carlsson, Michael Nyqvist und Annika Olsson.

White Chicks

Komödie, Vereinigte Staaten 2004.

Zwei schwarze FBI-Agenten sollen zwei Hotelerbinnen beschützen und schlüpfen dank fähiger Maskenbildner in deren Rollen. Keenen Ivory Wayans inszenierte die Komödie mit seinen Brüdern Marlon und Shawn in den Hauptrollen.

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