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Kinovorschau Küsse von Killern, Tanten und Partybekanntschaften

14.11.2006 ·  In „Scoop“ zaubert Woody Allen, und Scarlett Johansson verliebt sich in einen Mörder. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Til Schweiger belügt Alexandra Maria Lara, Zach Braff küßt fremd und Hannelore Elsner erlebt ihren zweiten Frühling.

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In „Scoop“ zaubert Woody Allen, und Scarlett Johansson verliebt sich in einen Mörder. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Til Schweiger belügt Alexandra Maria Lara, Zach Braff küßt fremd und Hannelore Elsner erlebt ihren zweiten Frühling.

Scoop - Der Knüller

Komödie, Großbritannien / Vereinigte Staaten 2006.

Woody Allen, der für seinen letzten Film „Match Point“ zum ersten Mal in London statt in Manhattan drehte, ist sowohl dem Drehort als auch seiner neuen Muse, der Hauptdarstellerin Scarlett Johansson („Lost in Translation“), treu geblieben. Die amerikanische Journalistikstudentin Sondra Pransky (Johansson) nennt sich Jade Spence, und der Zauberkünstler Splendini, mit bürgerlichem Namen Sid Waterman (gespielt von Woody Allen), gibt sich als ihr Vater aus. Grund dafür ist der Geist eines verstorbenen britischen Journalisten, der Sondra während Sids Show erschien. Er gibt ihr den Tip, daß der gesuchte Tarotkartenkiller der Aristokrat Peter (Hugh Jackman, bekannt aus „X-Men“) sei. Sondra ermittelt gemeinsam mit Sid, dabei verliebt sich die Amateurdetektivin ausgerechnet in den Verdächtigen.

Wo ist Fred?

Komödie, Deutschland 2006.

Regisseur Anno Saul („Kebab Connection“) hat für seine neue Komödie „Wo ist Fred?“ namhafte deutsche Schauspieler angeheuert: Fred („Barfuß“-Hauptdarsteller Til Schweiger) ist verliebt in die alleinerziehende Mutter Mara (Anja Kling). Um ihren feindseligen Sohn für sich zu gewinnen, will Fred für ihn einen signierten Basketball von Alba Berlin ergattern, der nach jedem Spiel auf die Behindertentribüne geworfen wird.

Freds Freund Alex („Ein Freund von mir“-Hauptdarsteller Jürgen Vogel) schiebt ihn kurzerhand im Rollstuhl zum nächsten Spiel auf die Behindertentribüne. Diese Aktion löst Chaos aus, denn der Rollstuhlfahrer Ronnie (Christoph Maria Herbst) wird mißtrauisch und Denise („Der Untergang“-Darstellerin Alexandra Maria Lara), die einen Dokumentarfilm drehen will, verliebt sich in Fred.

Der letzte Kuß

Komödie, Vereinigte Staaten 2006.

Mit seinem 30. Geburtstag wird es ernst mit dem Erwachsenwerden für den Architekten Michael (Zach Braff, bekannt aus „Garden State“). Michael macht Karriere und führt eine erfüllte Beziehung mit seiner Freundin Jenna („Poseidon“-Darstellerin Jacinda Barrett).

Als Jenna plötzlich schwanger wird, sieht sich Michael in einem Leben als Familienvater mit Haus und Garten. In einer Art vorgezogenen Midlife-Crisis läßt er sich mit der Partybekanntschaft Kim (Rachel Bilson) ein und stellt sein bisheriges Leben in Frage. Oscar-Preisträger Paul Haggis („L.A. Crash“) schrieb das Drehbuch und Tony Goldwyn führte Regie.

Alien Autopsy - Das All zu Gast bei Freunden

Komödie, Großbritannien 2006.

Im Jahr 1995 stellte die Nachricht eines authentischen Videos mit der Autopsie eines Aliens die Medienwelt auf den Kopf. Der britische TV-Regisseur Jonny Campbell inszenierte mit „Alien Autopsy“ eine Geschichte um diese Nachricht herum.

Ray (Declan Donnelly) und Gary (Ant McPartin) leihen sich bei einem Drogendealer (Götz Otto) 30.000 Dollar und kaufen in den Vereinigten Staaten das besagte Video. Zurück in England, stellen sie fest, daß sich das Filmmaterial zersetzt hat, woraufhin sie eine Fälschung nachdrehen, die überraschenderweise ein Erfolg für die beiden wird.

The House is Burning

Drama, Deutschland 2006.

Regisseur Holger Ernst („Kleine Fische“) zeigt in seinem von Wim Wenders produzierten Film einen Tag im Leben einer Gruppe Teenager, die in einer kleinen amerikanischen Vorstadt im sogenannten White-Trash-Milieu aufwachsen.

Mike (Joe Petrilla) steht kurz vor der Einberufung zum Militärdienst, den er mit klarer Überzeugung antritt, denn er hat keine Alternative. Seine Beziehung zu Valerie (Nicole Vicius) hält er für stabil, doch sie hat eine Affäre mit Phil (Robin Lord Taylor). Phil macht Drogengeschäfte und träumt vom großen Deal. Steve (Harley Adams), der von seinem Vater geschlagen wird, klaut sich eine Waffe.

Pingpong

Drama, Deutschland 2006.

Der 16jährige Paul (Sebastian Urzendowsky) besucht nach dem Selbstmord seines Vaters Onkel, Tante und seinen gleichaltrigen Cousin. Als Außenstehender dringt er in einen geschlossenen Mikrokosmos und wird in die schwelenden Familienkonflikte verwickelt. Die Ehe von Onkel und Tante ist Routine, der Cousin Robert (Clemens Berg) ist genervt, weil seine Mutter ihn immer wieder drängt, für die Klavieraufnahmeprüfung zu üben.

Zwischen Paul und seiner Tante entsteht eine erotische Spannung. Pauls Verehrung schmeichelt Anna (Marion Mitterhammer), aber er kümmert sie nicht weiter, sie benutzt ihn eher. Zuwendung hat sie allein für den Hund übrig. Das Leitmotiv des Films sind Beziehungen; immer wieder geht eine Tür auf und zerstört die Zweisamkeit. „Pingpong“ ist das Filmdebüt von Regisseur Matthias Luthardt, dem in Cannes dafür der „Preis der jungen Kritik“ verliehen wurde.

Rauchzeichen

Drama, Deutschland 2006.

Jonathan (Karl Kranzkowski) kommt nach 14 Jahren freiwilligen Exils aus den Vereinigten Staaten zurück, um seine Exfrau Isabella (Adriane Altaras) auf Sardinien zu besuchen. Dort betreibt sie mit Partnerin Annabella (Hannelore Elsner) eine Pension, in der Jonathan absteigt. Jeder Gedanke an Isabella löst sich in Luft auf, als er Annabella begegnet. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf, und Jonathan beschließt zu bleiben.

Als Isabella von einer Reise zurückkehrt, wird sie mit der Leidenschaft ihres Exmannes für Annabella konfrontiert. Mitten ins Paradies greifen plötzlich geheimnisvolle Mächte ein, unerklärliche Dinge geschehen und bedrohen Annabellas und Jonathans Glück. „Rauchzeichen“ ist der Schlußstein der „Zeitreisen“-Trilogie des Regisseurs Rudolf Thome („Rot und blau“).

Die Super-Ex

Komödie, Vereinigte Staaten 2006.

Regisseur Ivan Reitman („Ghostbusters“) erzählt die Geschichte von Jenny („Kill Bill“-Hauptdarstellerin Uma Thurman), die in einer New Yorker Galerie arbeitet und von ihrem Liebhaber Matt („The Family Stone“-Darsteller Luke Wilson), einem langweiligen Architekten, verlassen wird.

Da sie damit mit überhaupt nicht einverstanden ist, ruft sie ihr Alter Ego auf den Plan: die Superheldin „G-Girl“, die im Besitz übernatürlicher Kräfte ist. Diese setzt sie üblicherweise ein, um New York von Kriminalität zu befreien. Aus gegebenem Anlaß wird Matt zum Ziel ihrer Rachepläne, der daraufhin Hilfe bei G-Girls Erzfeind Bedlam (Eddie Izzard) sucht.

Vom Schaukeln der Dinge

Dokumentarfilm, Deutschland 2005.

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere wird beim Schauspieler und Autor Rudolf Höhn Morbus Parkinson diagnostiziert. Erst einmal bricht alles zusammen, doch die Krankheit macht ihn offen für Begegnungen völlig anderer Art. Er gründet das Behinderten-Theater „Pschyrembel“ und wird Pressesprecher des Bremer Rugbyclubs.

Die Regisseurin Beatrix Schwehm („Dritte Halbzeit“) hat Höhn ein Jahr lang mit der Kamera begleitet. Ihr Film zeigt seine ungebrochene und intensive Leidenschaft für Bühne, und Rugby - Gegensätze, die für ihn vieles gemeinsam haben.

Quelle: @aper mit Material der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Ap und dpa
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