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Kinovorschau Große Taten, wenig Worte

19.12.2006 ·  In Aki Kaurismäkis „Lichter der Vorstadt“ wird ein Unschuldiger von seiner Geliebten ins Gefängnis gebracht. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Brad Pitt und Cate Blanchett in der Einöde, eine Ratte adoptiert eine häßliche Ente und Weihnachtskitsch.

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In Aki Kaurismäkis „Lichter der Vorstadt“ wird ein Unschuldiger von seiner Angebeteten ins Gefängnis gebracht. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Brad Pitt und Cate Blanchett in der Einöde, eine Ratte, die ein häßliches Entlein adoptiert - und Weihnachtskitsch.

Lichter der Vorstadt

Drama, Finnland 2006.

Koistinen (Janne Hyytiäinen) ist Wachmann in Ruoholahti, einem Neubauviertel von Helsinki. Seine Kollegen reißen Witze über ihn, am Tisch in der Kneipe kriegt er keinen Platz, er wird zur Seite gedrängt und kriegt eine Toilettentür in den Bauch. In einer Bar spricht er die blonde Mirja (Maria Järvenhelmi) an. Die Handlangerin des Juwelendiebes Lindholm jubelt Koistinen nach einem Coup einen Teil der Beute unter und ruft die Polizei, worauf er für zwei Jahre ins Gefängnis muß. Der finnische Regisseur Aki Kaurismäki („Der Mann ohne Vergangenheit“) zeichnet ein zugleich nostalgisches und erbittertes Bild von seiner Heimat.

Babel

Drama, Vereinigte Staaten 2006.

„Babel“ ist nach „Amores Perros“(2000) und „21 Gramm“(2003) der letzte Teil der Filmtrilogie des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritubei. Für „Babel“, in dem er thematisiert, welche Schwierigkeiten die Menschen in einer globalisierten Welt haben, einander zu verstehen und zueinander zu finden, wurde er in Cannes bereits als bester Regisseur ausgezeichnet.

In einem Gewehr, an dem zwei Hirten hantieren, löst sich in der marokkanischen Wüste ein Schuß. Die Kugel durchschlägt die Scheibe eines Busses und trifft die amerikanische Touristin Susan (Cate Blanchett), deren Ehemann Richard (Brad Pitt) versucht, ohne ärztliche Hilfe in der totalen Ödnis ihr Leben zu retten. An Schauplätzen in unter anderem Japan und Mexiko geht es um Menschen, deren Leben sich durch diesen einen in Marokko abgefeuerten Gewehrschuß verändert, die einander jedoch niemals begegnen.

Das häßliche Entlein & Ich

Trickfilm, Dänemark / Deutschland / Frankreich / Irland 2006.

Hans Christian Andersens Märchenklassiker vom häßlichen Entlein liefert diese Vorlage für die moderne Animationsversion. Das Regieduo Michael Hegner und Karsten Killerich („Hilfe, ich bin ein Fisch“) erzählt eine witzige Variation der Geschichte in einem zeitgemäßen Kontext.

Die ausgebuffte Stadtratte Ratso ist auf der Flucht vor einer Bande und landet in einem Entengehege. Als Ratso dort mit einem Ei ertappt wird, behauptet er einfach, der Vater zu sein und erklärt das geschlüpfte Entlein Ugly zu seinem Sohn. Als Ugly ins Teeniealter kommt, fliegen zwischen Vater und Sohn die Fetzen. Unter anderem haben Rick Kavanian und Wilson Gonzales Ochsenknecht den Figuren ihre Stimme geliehen.

Flicka - Freiheit. Freundschaft. Abenteuer.

Drama, Vereinigte Staaten 2006.

Die dritte Verfilmung des erfolgreichen Jugendbuchklassikers „My friend Flicka“ von Mary O'Hara hat Regisseur Michael Mayer vorgenommen. Die 16jährige Katy (Alison Lohman) kehrt nach dem Abschluß an einer Privatschule auf die Pferde-Ranch der Eltern zurück.

Bei einem Ausritt entdeckt sie einen wilden Mustang - Liebe auf den ersten Blick. Katy nennt ihn Flicka und zähmt ihn heimlich. Umso schmerzlicher ist es für sie, als ihr Vater Rob (Country-Sänger Tim McGraw) die Stute an einen Rodeo-Betreiber verkauft. Doch Katy heckt einen Plan aus, um Flicka zurückzubekommen.

Vitus

Drama, Schweiz 2006.

Der Schweizer Regisseur Fredi M. Maurer („Höhenfeuer“) erzählt in seinem neuesten Film die eigenwillige Familiengeschichte des Wunderkindes Vitus (Fabrizio Borsani). Schon kurz nach seiner Einschulung wird Vitus zum Außenseiter: Er ist intellektuell unterfordert und scheint eine außergewöhnliche Begabung als Pianist zu haben.

Um den ehrgeizigen Plänen seiner Mutter (Julika Jenkins) zu entkommen, die ihn zum Wunderkind trimmen will, täuscht er vor, seine Begabung verloren zu haben. Unterstützung findet Vitus bei seinem Großvater (Bruno Ganz, „Der Untergang“), mit dem er die Begeisterung fürs Fliegen teilt. Vitus lernt, daß man auch mit Umwegen seinen Weg finden kann.

Natale a New York

Komödie, Italien 2006.

In der siebten Folge der italienischen Weihnachtsfilmreihe „Natale a ...“ reist der junge Chirurg Vessato (Fabio de Luigi) nach New York, um zu heiraten. Sein strenger Chef Benci hat ihm nur vier Tage Urlaub für die Hochzeit bewilligt - unter der Bedingung, daß Vessato den Sohn seines Professors, der in New York studiert, besuchen muß.

Neri Parenti, die auch in den vorangegangenen Folgen Regie führte, erzählt von einem chaotischen Zusammentreffen in Big Apple.

Wild X-Mas

Komödie, Vereinigte Staaten 2005.

Chris (Ryan Reynolds) war in der Highschool ein stark übergewichtiger Nerd, der nie eine Freundin hatte. Seine angebetete Jamie (Amy Smart) sah ihn als rein platonischen Kumpel. Einige Jahre später trifft er erwachsen, durchtrainiert und als Musikpromoter erfolgreich in seinem Heimatkaff Jamie und hofft auf eine zweite Chance.

Aus beruflicher Verpflichtung hat er die psychisch gestörte Musikerin Samantha (Anna Faris, „Scary Movie“) im Schlepptau, muß nebenbei Jamies schmierigen Verehrer Dusty ausbooten und scheitert trotzdem abermals bei seiner Flamme. Regisseur Roger Kumble („Eiskalte Engel“) liefert mit dem Produzent Chris Bender („American Pie“) den typischen Highschool-Humor.

Der Pakt - The Covenant

Thriller, Vereinigte Staaten 2005.

Der finnische Regisseur Renny Harlin („Driven“) beglückt das Kinopublikum in „Der Pakt“ mit viel Action und Spezialeffekten. Die vier Freunde Caleb (Steven Strait), Pogue (Taylor Kitsch), Reid (Toby Hemingway) und Tyler (Chace Crawford) haben auf der vornehmen Spenser Academy das Sagen.

Nicht nur ihre Herkunft als Nachfahren alteingesessener Familien verschafft ihnen Macht, auch die Tatsache, daß alle vier über übernatürliche Kräfte verfügen. Doch dann droht eine finstere Macht mit dem Tod und fordert die Freunde heraus.

Black Christmas

Thriller, Vereinigte Staaten 2006.

Die sechs Studentinnen Kelli, Dana, Lauren, Megan, Heather und Melissa ziehen in ein Haus, ohne zu wissen, daß es verflucht ist. Die grauenhaften Ereignisse der Vergangenheit holen die Mädchen ein.

Regisseur Glen Morgan, der zuvor als Produzent von Horrorfilmen („Final Destination“) tätig war, bringt zu Weihnachten das Grauen auf die Leinwand.

Quelle: @aper mit Material der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, AP und dpa
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