28.03.2006 · Sharon Stone treibt als Catherine Tramell in „Basic Instrinct 2“ wieder ihr Unwesen. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Roberto Benigni reitet auf einem Kamel durch den Irak, und Berlusconi muß in einem Koffer verschwinden.
Sharon Stone treibt als Catherine Tramell in „Basic Instrinct 2“ wieder ihr Unwesen. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Roberto Benigni reitet auf einem Kamel durch den Irak, und Berlusconi muß in einem Koffer verschwinden.
Basic Instinct: Neues Spiel für Catherine Tramell
Thriller, Vereinigte Staaten 2006.
„Basic Instinct 2“ ist ausschließlich der Film der Sharon Stone, die hier nicht einfach die Hauptrolle spielt. Sie ist der Plot des Films von Regisseur Michael Caton-Jones und sie ist die Botschaft, außer ihr gibt es darin absolut nichts zu sehen. Der Film hat ein Problem mit seinem Drehbuch, das zu trivial ist und mit seinem männlichen Helden, dem sympathischen David Morrissey, der allerdings im Film keinen einzigen Moment hat, in welchem er ein ebenbürtiger Gegner wäre. Ein paar andere Männer bringt Sharon Stone in ihrer Rolle als Catherine Tramell um, die Ex-Frau des Helden überlebt die Begegnung auch nicht, und die Kleider, die sie hier trägt, sind meistens so fürchterlich wie die Frisuren, die Dialogsätze sind auch nicht viel besser. Man könnte „Basic Instinct 2“ auch beschreiben als das Duell zwischen Sharon Stone und Catherine Tramell, zwischen der sympathischen Präsenz einer schönen Frau und dem Monster, der schrecklichen Alten, zu welcher sie das Drehbuch und die Inszenierung, ihr Kostümbildner und ihr Friseur zu machen versuchen, und anders als in „Basic Instinct“, dem ersten Teil aus dem Jahr 1992, ist es nicht so klar, wer diesmal gewinnt (siehe auch: „Basic Instinct 2“: Sharon Stone gegen Sharon Stone).
Bye Bye Berlusconi
Satire, Deutschland 2005.
Der Film von Regisseur Jan Henrik Stahlberg firmiert als Satire über ein „engagiertes“ Drehteam, das einen „politischen Film“ über die Entführung Berlusconis drehen will, dann aber juristischen Ärger bekommt und die Handlung nach Entenhausen verlegt.
Der Film im Film zeigt einen Berlusconi-Lookalike, der ausführlich mißhandelt und in eine Kiste gesperrt wird. Wie seine Leibwächter umgebracht werden und auf der Straße liegen. Besser jedenfalls hätte man aufrichtiges Mitgefühl für Silvio Berlusconi selbst bei politischen Gegnern nicht erzeugen können.
Firewall
Action, Vereinigte Staaten 2006.
In Richard Loncraines Actionstreifen „Firewall“ spielt Harrison Ford den treusorgenden Familienvater und Sicherheitsexperte Jack, der in den Focus von Bill (Paul Bettany) gerät. Der Berufsgangster überfällt mit seinen Komplizen Jacks Haus und nimmt seine Frau Beth und deren Kinder als Geiseln.
100 Millionen Dollar soll Jack auf ein Auslandskonto überweisen, wenn er seine Familie lebend wiedersehen will. Schnell wird ihm klar, daß der Gangsterboss sich nicht an seine Zusage halten will, und Jack nimmt die Befreiung seiner Lieben selbst in die Hand.
Der Tiger und der Schnee
Komödie, Italien 2005.
„Der Tiger und der Schnee“ spielt im Frühjahr 2003, kurz vor dem Krieg im Irak. Regisseur Roberto Benigni spielte auch die Hauptrolle, den chaotischen Dichter Attilio de Giovanni, der nur seine Angebetete Vittoria im Kopf hat, die jedoch seine Gefühle nicht erwidert. Als sie mit seinem Dichterkollegen Fuad (Jean Reno) in den Irak reist und dort schwer verletzt wird, eilt er ihr nach.
Mit unbändiger Energie versucht Attilio Mittel und Wege zu finden, Vittorias Leben zu retten. Dabei entgeht er nur knapp einstürzenden Mauern, springt leichtfüßig über Minenfelder, wird beinahe von amerikanischen Soldaten erschossen und durchquert mit Mofa und Kamel die Wüste. Seine Liebe befreit ihn von jeglicher Vernunft.
Havanna Blues
Drama, Spanien / Kuba / Frankreich 2004.
Die temperamentvolle kubanische Musikszene liefert den Hintergrund für die dramatische Geschichte des spanischen Regisseurs Benito Zanbrano: Die zwei befreundeten Musiker Ruy (Joel Alberto Osorio Garcia) und Tito (Roberto Sanmartín) organisieren für ihre Band „Habana Blues“ ein Konzert, als sie die Chance bekommen, mit Unterstützung der Musikagentin Marta (Marta Calvó) eine CD bei einer amerikanischen Plattenfirma zu veröffentlichen.
Ruy will weder auf seine kritischen Texte verzichten, noch ist er bereit, einen ausbeuterischen Vertrag zu unterzeichnen. Diese Haltung stellt nicht nur seine Freundschaft zu Tito auf eine harte Zerreißprobe. Nicht nur der Freund, auch Ruys Ehefrau verläßt Kuba - ein hoher Preis für Ruys Konsequenz.
Im Schwitzkasten
Komödie, Deutschland 2005.
Im Film von Regisseur Eoin Moore ist Nadinchens (Christiane Paul) und Josts (Charly Hübner) Sauna „Schwitzkasten“ für Wellness-Fans der unterschiedlichsten Art einmal in der Woche Treffpunkt. Nicht nur körperlich, auch seelisch machen sich die Sauna-Gäste „nackt“, wenn sie von ihren persönlichen Problemen erzählen.
Von Monika (Laura Tonke), die so gerne die Welt verbessern will, bis zu Norbert (Edgar Selge), der Reden für Bundestagsabgeordnete schreibt, reicht die illustre Schar, die gerade in der Sauna vor der sozialen Kälte ihres Umfelds entfliehen will.
In the Mix
Komödie, Vereinigte Staaten 2005.
Komponist, Sänger, Produzent Usher wird in der Sozialkomödie von Regisseur Ron Underwood zum ersten Mal schauspielerisch tätig: Darrell ist einer der angesagtesten DJs in New York. Als er der Tochter von Mafiaboss Frank das Leben rettet, engagiert dieser ihn als Leibwächter für Dolly (Emmanuelle Chriqui) und ahnt nicht, daß die beiden begeistert sind.
Trotz unterschiedlicher Herkunft verlieben sie sich ineinander und können nun ungestört Zeit miteinander verbringen. Als Papa Frank einen Bandenkrieg gegen seinen Erzrivalen anzettelt, ist es mit der Romantik erst einmal vorbei.
Ländliche Ansichten: Der Alltag
Dokumentarfilm, Frankreich 2005.
Der Regisseur Raymond Depardon widmet „Ländliche Ansichten: Der Alltag“ den französischen Kleinbauern und ihrem Leben fernab unserer technisierten Gesellschaft.
Naturverbundenheit und Einfachheit spielen neben der vielfältigen Landschaft die Hauptrolle in der Dokumentation über 365 Tage im Jahr hart arbeitende Landwirte.
LOve & MOtion
Dokumentarfilm, Deutschland 2004.
Die Dokumentation „LOve & MOtion“ ist eine Hommage an die russische Kompaktkamera LOMO.
Regisseur Christian Schmidt-David zeigt mit Künstlerinterviews und Bildern, wie die „Lomografie“ und die bewegte Art der Bildaufnahme „aus der Hüfte“ die Fotografie veränderte.
Die Meistersinger von Nürnberg
Oper, Deutschland 1984.
Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ in einer Inszenierung von Festspielleiter Wolfgang Wagner ist vom 2. April an in ausgewählten Programmkinos zu sehen.
Die Aufzeichnung aus dem Bayreuther Festspielhaus ist aus dem Jahr 1984, dirigiert hat den Chor und das Orchester der Festspiele Horst Stein.