Der griechisch-französische Regisseur und Oscar-Preisträger Constantin Costa-Gavras wird Jury-Präsident der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin im kommenden Jahr (7.- 17. Februar). „Ich freue mich, dass wir einen großartigen Regisseur wie Costa-Gavras als Jury-Präsidenten gewinnen konnten“, sagte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick am Montag. „Seine Arbeit vereint Gesellschaftskritik und große Kunst.“
Der internationale Durchbruch gelang dem heute 74 Jahre alten Regisseur 1969 mit dem Politthriller „Z“, für den er zwei Oscars als bester Regisseur und für das beste Drehbuch gewann. Zu seinem umfangreichen Werk gehören Filme wie „Missing“ (1981) über den Militärputsch in Chile mit Jack Lemmon und Sissy Spacek, der eine Goldene Palme in Cannes gewann, „Verraten“ (1988) mit Debra Winger über Rassismus in den Vereinigten Staaten sowie „Music Box“ mit Armin Mueller-Stahl und Jessica Lange, für den Costa-Gavras den Goldenen Bären der Berlinale 1990 erhielt.
2002 war der Regisseur im Wettbewerb der Berlinale mit dem Film „Amen“ mit Ulrich Tukur und Ulrich Mühe vertreten. Die Verfilmung des Theaterstücks „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth thematisiert das Verhalten des Vatikans gegenüber den Verbrechen des Nationalsozialismus. Nach seiner Jury-Tätigkeit bei der Berlinale beginnt Costa-Gavras im März 2008 mit den Dreharbeiten für seinen nächsten Film. Mit „Eden is West“ dreht er laut Berlinale erstmals nach vierzig Jahren wieder in seinem Heimatland Griechenland.