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Kasachischer Klamauk Nur in 800 Kinos: „Borat“ kommt auf Zehenspitzen nach Amerika

25.10.2006 ·  Ursprünglich hatte „Borat“, der Reisebericht eines kasachischen Reporters in Amerika, in zweitausend Kinos der Vereinigten Staaten anlaufen sollen. Der Filmverleih sorgt sich um die Bekanntheit des politisch unkorrekten Films.

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„Borat“, die Satire über einen kasachischen Hinterwäldler auf Reisen durch die Vereinigten Staaten, wird dem amerikanischen Kinopublikum mit großer Vorsicht serviert. Sein Verleiher, Twentieth Century Fox, will den Film, der von Kritikern als rassistisch, antisemitisch, sexistisch und schwulenfeindlich, aber ungeheuer witzig gelobt wird, zunächst nur in 800 Kinos anlaufen lassen. Das berichtete die „Los Angeles Times“ am Mittwoch. In Deutschland startet der Film am 2. November, in Amerika einen Tag später.

„Borat“ mit dem britischen Komiker Sacha Baron Cohen in der Hauptrolle hatte bei Filmfestivals in den Vereinigten Staaten und Kanada fast ausschließlich Begeisterung hervorgerufen. „Man wird in diesem Jahr wohl keinen Film finden, der mieser, geschmackloser, grotesker und politisch inkorrekter ist als „Borat““, schrieb der „Hollywood Reporter“ und fuhr fort: „Aber es gibt wohl auch keinen anderen, über den man so herzhaft lachen muß.“

Umfrage: Kaum ein Amerikaner kennt Borat

Fox hatte „Borat“ in den Vereinigten Staaten ursprünglich in 2000 Kinos anlaufen lassen wollen, entschied sich dann aber für einen Start „auf Zehenspitzen“. Umfragen hatten ergeben, daß nur wenige Amerikaner bisher von der Satire gehört hatten. Demnach wußten zwar 81 Prozent der befragten Filmfans von der bevorstehenden Premiere des dritten Teils der „Santa Claus“-Serie. Aber „Borat“ war nur jedem Vierten bekannt.

Video: „Borat“ feiert in Amerika Premiere

Der als TV-Figur „Ali G.“ bekanntgewordene Cohen deckt mit seiner neuen provokanten Rolle „Borat“ Klischees, Vorurteile und die Tücken der Völkerverständigung auf. Dabei stellt er die Vereinigten Staaten in ein denkbar schlechtes Licht. Dennoch ließen es sich viele Hollywoodstars nicht nehmen, der Weltpremiere in der Nacht zum Dienstag (siehe auch: Video: „Borat“ feiert in Amerika Premiere) beizuwohnen. Cohen selbst fuhr mit einem abgewrackten Auto vor dem Chinese Theatre vor und sang dann mit seinen Premierengästen gemeinsam die kasachische Nationalhymne.

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