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Golden Globes : „Abbitte“ und „Sweeney Todd“ als große Sieger

  • Aktualisiert am

Bester Film: „Abbitte” mit Keira Knightley und James McAvoy Bild: REUTERS

„Abbitte“ und „Sweeney Todd“, Johnny Depp und Julie Christie, die Coen-Brüder, Cate Blanchett und Daniel Day-Lewis: Die Preisträger der diesjährigen Golden Globes im Überblick.

          Zum besten Film bei den diesjährigen Golden Globes wurde die Verfilmung von Ian McEwans Bestsellerroman „Abbitte“ (Atonement) gekürt, der auch für die beste Filmmusik ausgezeichnet wurde (siehe auch: Video-Filmkritik: „Abbitte“). Nach sieben Nominierungen in früheren Jahren wurde Johnny Depp zum besten Schauspieler in der Kategorie Musikfilm/Komödie ernannt, der in „Sweeney Todd“ einen blutrünstigen Londoner Friseur spielt. Der Film wurde ebenfalls bester seiner Kategorie.

          Für den Thriller „No Country for Old Men“ erhielten die Coen-Brüder einen Golden Globe für das beste Drehbuch. Für die beste männliche Nebenrolle in dem Coen-Film wurde der Spanier Javier Bardem ausgezeichnet. Der Film „Schmetterling und Taucherglocke“ erhielt zwei Golden Globes - für die Regie von Julian Schnabel und als bester fremdsprachiger Film. Er erzählt die Geschichte eines vollständig gelähmten Herzinfarktpatienten, der seine Memoiren durch das Schlagen seiner Wimpern diktiert. Für ihre Darstellung von Edith Piaf in „La Vie en Rose“ wurde die Französin Marion Cotillard als beste Schauspielerin in der Kategorie Musikfilm/Komödie ausgezeichnet (siehe: Berlinale-Eröffnung: „La vie en rose“). Cotillard, die in Amerika mehrere Kritikerauszeichnungen gewann, gilt auch als Anwärterin für den Oscar, der am 24. Februar verliehen wird.

          Die Australierin Cate Blanchett erhielt einen Golden Globe für die beste Nebenrolle in „I'm Not There“ über den Sänger Bob Dylan (siehe: Die tausend Gesichter des Mr. Dylan). Für die 38-jährige Blanchett ist es bereits der zweite Golden Globe, nachdem sie 1999 in der Kategorie beste Schauspielerin für ihre Rolle als Königin „Elizabeth“ geehrt wurde. Daniel Day-Lewis als skrupelloser Ölsucher in „There Will Be Blood“ stach als bester Schauspieler Mitbewerber wie George Clooney und Denzel Washington aus. Zur besten Schauspielerin wurde die 66-jährige Julie Christie gekürt, die in „Away From Her“ eine Alzheimerpatientin spielt. Mit ihrer ersten Hauptrolle seit mehr als zehn Jahren ließ sie Kolleginnen wie Blanchett, Angelina Jolie, Keira Knightley und Jodie Foster hinter sich.

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          „Ratatouille“, die Geschichte einer Ratte, die von einer Karriere als Koch träumt, wurde zum besten Animationsfilm gekürt (siehe: Video-Filmkritik: „Ratatouille“). Den Golden Globe für den besten Originalsong erhielt Eddie Vedder, Sänger der Band Pearl Jam, für das Lied „Guaranteed“, das in dem Film „Into The Wild“ von Sean Penn zu hören ist.

          Die Preisträger

          Kinopreise:

          Bester Film: „Abbitte“ („Atonement“)
          Beste Schauspielerin: Julie Christie in „An ihrer Seite“ („Away From Her“)
          Bester Schauspieler: Daniel Day-Lewis in „There Will Be Blood“

          Beste Komödie/bestes Musical: „Sweeney Todd“
          Beste Darstellerin in einer Komödie/einem Musical: Marion Cotilard in „La Vie En Rose“
          Bester Darsteller in einer Komödie/einem Musical: Johnny Depp in „Sweeney Todd“

          Bester Animationsfilm: „Ratatouille“

          Bester nicht-englischsprachiger Film: „Schmetterling und Taucherglocke“ („Le Scaphandre et le Papillon“)

          Beste Nebendarstellerin: Cate Blanchett in „I'm Not There“
          Bester Nebendarsteller: Javier Bardem in „No Country for Old Men“

          Bester Regisseur: Julian Schnabel, „Schmetterling und Taucherglocke“
          Bestes Drehbuch: „No Country for Old Men“ von Ethan und Joel Coen

          Beste Filmmusik: Dario Marianelli, „Abbitte“
          Bester Originalsong: „Guaranteed“ von Eddie Vedder aus „Into the Wild“

          Fernsehpreise:

          Beste dramatische Fernsehserie: „Mad Men“
          Beste Darstellerin in einer dramatischen Fernsehserie: Glenn Close in „Damages“
          Bester Darsteller in einer dramatischen Fernsehserie: Jon Hamm in „Mad Men“

          Beste komische Fernsehserie: „Extras“
          Beste Darstellerin in einer komischen Fernsehserie: Tina Fey in „30 Rock“
          Bester Darsteller in einer komischen Fernsehserie: David Duchovny in „Californication“

          Beste Kleinserie oder bester Fernsehfilm: „Longford“
          Beste Darstellerin in einer Kleinserie oder einem Fernsehfilm: Queen Latifah in „Life Support“
          Bester Darsteller in einer Kleinserie oder einem Fernsehfilm: Jim Broadbent in „Longford“

          Beste Nebendarstellerin in einer Fernsehproduktion: Samantha Morton, „Longford“
          Bester Nebendarsteller in einer Fernsehproduktion: Jeremy Piven in „Entourage“

          Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP

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