Home
http://www.faz.net/-gs6-6o2q3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Florian Henckel von Donnersmarck Manche Regisseure beleidigen Wagner

10.04.2008 ·  Der Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck, seit Kindertagen Anhänger Richard Wagners, kritisiert „ungebildete, ungepflegte Chaos-Regisseure“ an den Opernhäusern. Wagners Traum vom „unsichtbaren Theater“ werteten jene als „Aufruf zur Bilderstürmerei“, so Donnersmarck im F.A.Z.-Gespräch.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (0)

Der Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck, seit Kindertagen ein begeisterter Anhänger Richard Wagners, kritisiert „ungebildete, ungepflegte Chaos-Regisseure“ an den Opernhäusern, deren Inszenierungen für echte Wagner-Anhänger beleidigend seien. „Wagner soll einmal gesagt haben, dass er vom 'unsichtbaren Theater' träume. Das wird von solchen Pennern als Aufruf zur Bilderstürmerei gesehen“, so Donnersmarck im F.A.Z.-Gespräch.

Das Angebot, Richard Wagners „Ring“-Tetralogie für das Baden-Badener Festspielhaus zu inszenieren, hat von Donnersmarck abgelehnt. Dennoch verspürt der Regisseur des oscargekrönten Spielfilms „Das Leben der Anderen“ eine tiefe Affinität zu dem Erfinder des Musikdramas.

In dem Gespräch, das am Donnerstag im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erscheinen wird, gibt Donnersmarck Auskunft über seine bildungsgesättigte Kindheit, sein Verhältnis zur Oper und die zentrale Rolle, die Wagner als Erzieher in seiner Jugend gespielt hat. „Wagner wäre heute ein Filmemacher, da bin ich mir ganz sicher“, sagt Donnersmarck. „Aber einer, der mit Budgets hätte arbeiten müssen, die es nur in Hollywood gibt.“ Schon in seiner Kindheit hat Donnersmarck viele Wagner-Aufführungen gesehen.

Besonders beeindruckt hat ihn eine Inszenierung, die der Filmemacher Werner Herzog 1987 bei den Bayreuther Festspielen herausbrachte: der „schönste aller Lohengrins“, wie Donnermarck sich erinnert. Die Frage, ob er das Projekt, den „Ring des Nibelungen“ zu inszenieren, irgendwann doch noch aufgreifen werde, lässt er offen.

Das Interview mit Florian Henckel von Donnersmarck lesen sie am heutigen Donnerstag im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Quelle: FAZ.NET
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Tom Tablet

Von Marcus Jauer

Was hört man da aus Berlin? Das traditionelle Klassenbuch soll vom Tabletcomputer ersetzt werden? Die Eltern erhalten bei jedem Tadel sofort eine SMS. Der Erfahrungsraum von Kindern ist in Gefahr. Mehr 1 6