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Filmfestival Venedig : Goldener Löwe für philippinisches Drama

  • Aktualisiert am

Paula Beer erhält bei den 73. Flimfestspielen von Venedig den „Marcello Mastroianni Award.“ Bild: AFP

Zum ersten Mal geht der Goldene Löwe in die Philippinen: Der Regisseur Lav Diaz gewinnt des Hauptpreis des Festivals. Mit Paula Beer kann auch eine Deutsche jubeln.

          Das philippinische Drama „The Woman Who Left“ des Regisseurs Lav Diaz hat am Samstagabend den Goldenen Löwen der 73.Internationalen Filmfestspiele Venedig gewonnen. Es ist der erste Hauptpreis des Festivals, der an das asiatische Land geht. Als beste Nachwuchsdarstellerin wurde die Deutsche Paula Beer ausgezeichnet. Die 21-Jährige erhielt den Preis für ihre Rolle in dem Drama „Frantz“ des Franzosen François Ozon. Es ist erst der dritte Preis für eine deutsche Schauspielerin in Venedig.

          Der Philippine Lav Diaz (57) erzählt von einer Frau, die 30 Jahre lang zu Unrecht inhaftiert war und dann versucht, wieder in ihr Leben zurückzufinden. Der in Schwarz-Weiß gedrehte Film dauert fast vier Stunden.

          Paula Beer hingegen verkörpert in „Frantz“ eine junge Frau, die nach dem Ersten Weltkrieg um ihren Verlobten trauert und dann einen französischen Soldaten trifft. „Frantz“, eine deutsche Koproduktion, ist ein Appell für Vergebung und Menschlichkeit.  

          Der Große Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung des Festivals, ging an den Thriller „Nocturnal Animals“ des US-Modedesigners Tom Ford. Als beste Schauspieler wurden die Amerikanerin Emma Stone und der Argentinier Oscar Martínez ausgezeichnet. Stone gewann für ihre Leistung in dem Musical „La La Land“ von Damien Chazelle; Martínez für seinen Part in der Tragikomödie „El ciudadano ilustre“.

          Den Preis für die beste Regie teilten sich der Mexikaner Amat Escalante für „La Región Salvaje (The Untamed)“ und der Russe Andrej Kontschalowski für „Paradise“. Beides sind deutsche Koproduktionen. Mit Wim Wenders war auch ein deutscher Filmemacher im Rennen gewesen. Er ging mit seinem in 3D gedrehten Werk „Die schönen Tage von Aranjuez“ aber leer aus.

          Präsident der neunköpfigen Jury war in diesem Jahr der britische Regisseur Sam Mendes („American Beauty“, „Spectre“). Zur Jury gehörte auch die deutsche Schauspielerin Nina Hoss.

          Im Wettbewerb hatten 20 Beiträge um die Auszeichnungen konkurriert. Das Filmfest Venedig ist das älteste der Welt. Es gehört neben den Festivals in Berlin und Cannes zu den wichtigsten der Branche. Im vergangenen Jahr hatte das Drama „Caracas, eine Liebe“ des Regisseurs Lorenzo Vigas aus Venezuela den Goldenen Löwen gewonnen.

          Quelle: lohe./dpa

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