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Filmfestival von Cannes : Maren Ade im Wettbewerb um die Goldene Palme

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Der Musiklehrer und seine Tochter, die Karrierefrau: „Toni Erdmann mit Peter Simonischek und Sandra Hüller erzählt die Geschichte einer seltsamen Annäherung. Bild: Komplizen Film / NFP marketing & distribution

Das Filmfestival von Cannes hat die zwanzig Filme bekanntgegeben, die Mitte Mai um die Goldene Palme konkurrieren. Die neuesten Werke von Almodóvar, Jarmusch und den Dardennes sind dabei - und das einer deutschen Regisseurin.

          Erstmals seit Jahren hat ein deutscher Film Chancen auf die Goldene Palme von Cannes: Das Drama „Toni Erdmann“ der deutschen Regisseurin Maren Ade ist einer von zwanzig Filmen, die an diesem Donnerstag für den Hauptwettbewerb des berühmten Festivals an der französischen Mittelmeerküste nominiert wurden. Beim Festival vom 11. bis 22. Mai wird wieder ein großes Staraufgebot über den roten Teppich laufen.

          Neben „Toni Erdmann“ der 39 Jahre alten Karlsruherin Ade sind unter anderem „Julieta“ des spanischen Regisseurs Pedro Almovódar, „Paterson“ von Jim Jarmusch, „Loving“ von Jeff Nichols und „The Last Face“ von Sean Penn für die Goldene Palme nominiert. Auch die belgischen Regie-Brüder Luc und Jean-Pierre Dardenne mit „La Fille inconnue“ und der kanadische Starregisseur Xavier Dolan mit „Juste la fin du monde“ laufen im Hauptwettbewerb.

          Zuletzt war Wim Wenders dabei – im Jahr 2008

          Mächtig Starpotenzial haben auch Filme, die außerhalb des Wettbewerbs laufen werden, etwa der Disney-Spielfilm „The Big Friendly Giant“ von Blockbuster-Regisseur Steven Spielberg und „Money Monster“ von Jodie Foster mit den Hollywood-Stars Julia Roberts und George Clooney. Angekündigt haben sich auch die Schauspieler Ryan Gosling, Russel Crowe, Charlize Theron, Javier Bardem, Vincent Cassel und Isabelle Huppert.

          Mit der Nominierung von „Toni Erdmann“ geht für Deutschland eine lange Durststrecke in Cannes zu Ende. Zuletzt lief 2008 ein Film eines deutschen Regisseurs im Hauptwettbewerb, Wim Wenders ging mit „Palermo Shooting“ aber leer aus. 2009 gewann die deutsch-österreichisch-französisch-italienische Produktion „Das weiße Band“ des österreichischen Regisseurs Michael Haneke die Goldene Palme.

          Woody Allen außer Konkurrenz

          Die jetzt nominierte Regisseurin Ade stammt aus dem baden-württembergischen Karlsruhe und studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Ihr Spielfilm „Alle Anderen“ mit Birgit Minichmayr und Lars Eidinger wurde bei der Berlinale 2009 gleich mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnet.

          Über ihren Film „Toni Erdmann“ wird nun eine von „Mad Max“-Regisseur George Miller geleitete Jury urteilen. Im vergangenen Jahr hatte das Flüchtlingsdrama „Dheepan“ des französischen Regisseurs Jacques Audiard die Goldene Palme für den besten Film gewonnen. Eröffnet wird das Filmfestival am 11. Mai von „Café Society“ von Regie-Altmeister Woody Allen, der Film läuft außerhalb des Wettbewerbs.

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