09.03.2005 · In seiner ARD-Show hatte Harald Schmidt schon mehrfach über die Kollegin Sandra Maischberger gewitzelt. Nun erwägt die ARD, Schmidt dereinst auch dienstags zu senden. Als Ersatz für Maischberger?
Die ARD schließt im Zuge ihrer Programmreform einen dritten Sendetag für Entertainer Harald Schmidt nicht aus. „Darüber wird man reden müssen, wenn man über die Auswirkungen der Reform auf den Dienstag spricht“, sagte der ARD-Vorsitzende Thomas Gruber der „Berliner Zeitung“ (Mittwoch).
Bislang strahlt die ARD Harald Schmidts Late Night Shows am Mittwoch und Donnerstag aus. Die ARD ändert Anfang 2006 ihr Programmschema. Die „Tagesthemen“ werden um eine Viertelstunde vorgezogen, die danach folgenden Sendungen wie auch Schmidts Late Night Show beginnen ebenfalls 15 Minuten früher. Gegenwärtig sendet die ARD am Dienstagabend nach den „Tagesthemen“ Sandra Maischbergers Talkshow. Er wisse von Maischberger, daß sie den jetzigen Zustand als unbefriedigend betrachte, sagte Gruber. Die Marktanteile klettern nur gelegentlich über die Zehn-Prozent-Marke.
Drei Sendungen für Schmidt kein Problem
Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hatte kürzlich mitgeteilt, es bleibe bei zwei Ausgaben der Late Night Show pro Woche. Schmidt selbst hatte in einem Interview der Wochenzeitung „Die Zeit“ dagegen gesagt, er sei „wahnsinnig überrascht“ von der großen Zuschauerresonanz. Drei Sendungen pro Woche statt zwei seien für ihn kein Problem.
Gruber macht in dem Interview keine Angaben zu den Kosten. Nach Branchenschätzungen gibt die ARD jährlich acht Millionen Euro für Schmidt aus. Der Entertainer hatte Ende 2003 Sat.1 nach acht Jahren verlassen und lieferte sein ARD-Debüt am 23. Dezember 2004. Seit Januar ist er zweimal wöchentlich auf Sendung und lockt zwischen 1,5 und zwei Millionen Zuschauer vor die Bildschirme.